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Vorlesetag Mit Fantasie neue Welten entdecken

Von JORO | 22.11.2014, 08:00 Uhr

Innerstädtisches Gymnasium beteiligt sich an bundesweiter Aktion und gewinnt prominente Gäste als Mitwirkende

Beim bundesweiten Vorlesetag gestern, an dem sich auch Julianes Schule, das Innerstädtische Gymnasium (ISG) beteiligte, konnten die Siebt- bis Zwölftklässler ihre persönlichen Bestseller vorstellen. „Wir sind bereits zum fünften Mal beim Vorlesetag dabei“, sagt Brigitte Reichler, die die Organisation für die Veranstaltung am ISG gemanagt hat. „Literatur, Medien und Sprache sind Kernkompetenzen im Abitur. Wir als höchste Bildungseinrichtung für Schüler haben die Verantwortung, dass Lesen seinen hohen Stellenwert behält“, betont Reichler. Darüber hinaus würde Lesen nicht nur bilden, sondern auch zur Ausbildung von Fantasie und Empathie beitragen. „Durch den Lesetag soll das Lesen aus seiner uncoolen Ecke geholt werden“, erklärt Reichler. Die Lesekompetenzen seien je nach Schüler unterschiedlich stark ausgeprägt. „Das Leseverhalten hat sich den neuen Medien angepasst. Es werden mittlerweile auch viele elektronische Bücher gelesen oder Hörbücher gehört“, konnte die Deutschlehrerin beobachten. Dabei hat sie festgestellt, dass vor allem die älteren Schüler gerne Kriminalliteratur lesen. „Die Schüler dürfen lesen, was sie wollen. Ich bin ja nicht der Papst, der sagt, was gut ist und was nicht. Die Freude am Lesen ist wichtig. Geschmack entwickelt sich“, erklärt Reichler.

Welchen Geschmack einige Rostocker Prominente haben, erfuhren die Gymnasiasten gestern in drei besonderen Unterrichtsstunden. Nicht nur Uwe Johnson-Experte Prof. Holger Helbig war zu Gast, sondern auch Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck sowie Volkstheater-Intendant Sewan Latchinian. Letzterer überzeugte die achte Klasse mit seiner Interpretation einer Passage aus der Bühnenfassung von „Tschick“ nach Wolfgang Herrndorf.

„,Tschick’ spielt in einer achten Klasse. Es werden Themen angesprochen, die die Schüler betreffen“, so Latchinian. „Ich habe zugesagt, weil ich gerade den Jüngsten das gute alte Buch auf diese lebendige Weise des Vorlesens nahebringen möchte.“