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Warnemünde Molenfeuer erstrahlt in neuem Glanz

Von Michaela Kleinsorge | 27.01.2018, 16:00 Uhr

Ehemaliges Seezeichen von der Mittelmole wird Wahrzeichen im Wohngebiet. #wirkoennenrichtig

Der Wohnpark Molenfeuer braucht ein Wahrzeichen – da waren sich die Bauherren und die Bauleitung einig. Zufällig fand sich auch ein Unikat eines Molenfeuers, welches fleißig vor sich hin rostete und bereits das Ende seiner Daseinsberechtigung in der Schrottpresse erwartete. Das ehemalige Molenfeuer der Mittelmole hatte in der Zeit von 1904 bis 1996 seinen Dienst getan und war ausgetauscht worden. ,,Dass es sich hier um ein Denkmal als wichtiges technisches Bauwerk handelt, das in der Hansestadt verbleiben sollte – dieser Ansicht waren nicht nur das Hafen- und Schifffahrtsamt Stralsund, sondern auch die Bauherren Reinhard Köster und Jan-Peter Nissen“, erklärt Bauleiter Ralph Nocke die Hintergrundgeschichte.

Die einjährige Sanierung war aufwändiger als gedacht, denn unter den Einschusslöchern aus dem Zweiten Weltkrieg soll die Statik stark gelitten haben. Weitere historische Einzelheiten zum Originalzustand des Molenfeuers lieferte das Hafen- und Schifffahrtsamt Stralsund aus seinen Archiven.

Gestern traf das Unikat saniert und frisch lackiert an seinem neuen Bestimmungsort hinter der S-Bahn Haltestelle Warnemünde Werft ein. Später soll es in 14 Metern Höhe thronen und der Blickfang des Wohnparks mit Hostel, 200 Wohnungen und Tiefgarage werden. Allerdings wird erst noch eine eingeschossige Gewerbefläche geplant und fertig gestellt, deren Dach die Plattform für das Molenfeuer werden soll. ,,Wer dieses Gebäude mit 120 Quadratmetern Nutzungsfläche betreiben wird, steht noch nicht fest“, sagt Christoph Krause, Geschäftsführer vom Dock Inn Hostel. Bewerber und Ideen gäbe es bereits und auch weitere Bewerbungen würden akzeptiert, fügt Nocke hinzu. Immerhin träfen hier täglich viele Berufstätige und Urlauber ein, denen man etwas Besonderes bieten könnte, so Nocke.