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Norddeutsche Neueste Nachrichten Mutter-Kind-Kur: Frauen haben Wahlrecht bei Kliniken

Von dpa | 22.04.2010, 01:57 Uhr

Frauen haben ein Wahlrecht, in welcher Einrichtung sie eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kur verbringen möchten.

Sie müssten eventuell anfallende Mehrkosten nicht bezahlen, wenn ihr Wunsch nach einer bestimmten Klinik berechtigt ist. Darauf weist das Müttergenesungswerk in Berlin hin. Es gebe jedoch Krankenkassen, die Mütter mit Verweis auf das Wirtschaftlichkeitsgebot zu einer Zuzahlung aufforderten. Dieses Verfahren entspreche nicht den gesetzlichen Bestimmungen. Das Wunsch- und Wahlrecht der Versicherten ist im Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt. Paragraf 40 SGB V schreibe zwar vor, Versicherten Mehrkosten in Rechnung zu stellen, wenn sie sich für eine Einrichtung entscheiden, für die es keinen Versorgungsvertrag mit der gesetzlichen Krankenversicherung gibt, erklärt Ann Marini, stellvertretende Pressesprecherin beim GKV-Spitzenverband. Dieser Passus gelte aber nicht für Reha-Maßnahmen bei Müttern (Paragraf 41 SGB V). Berechtigte Wünsche der Versicherten müssten berücksichtigt werden.

Das Müttergenesungswerk rät Frauen, die Wunschklinik mit dem Kurantrag einzureichen. Denn ob die Klinik zu den eigenen Bedürfnissen passt, sei wichtig für den Erfolg der Rehabilitation, erklärt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes.