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Video aus Rostock Nach Messerangriff: Polizistin schießt mutmaßlichen Autodieb nieder

Von Stefan Tretropp | 04.06.2018, 07:25 Uhr

Ein Mann greift eine Polizei-Schülerin an. Diese zieht ihre Dienstwaffe und schießt.

Es waren erschreckende Szenen, die sich in der Nacht zum Montag im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen ereignet haben. Eine Polizistin musste nach einem vorherigen Messer-Angriff auf sie ihre Dienstwaffe ziehen und auch einsetzen. Die junge Beamtin schoss einen ertappten mutmaßlichen Auto-Einbrecher nieder.

Doch der Reihe nach: Es ist kurz nach 22.30 Uhr am Sonntagabend, als die Beamten die Meldung aus der Neustrelitzer Straße erreicht. Dort hieß es, dass sich ein Mann an einem Auto zu schaffen macht. Als die Streifenwagenbesatzung am Tatort ankommt und den Mann auf frischer Tat ertappt, eskaliert die Situation. Er zieht ein Messer und geht auf die junge Polizei-Schülerin los. Diese reagiert, indem sie ihre Dienstwaffe zieht und auf den mutmaßlichen Einbrecher - nach vorheriger Warnung - schießt. Ein Schuss trifft den Mann im Oberschenkel. Er sackt kurz darauf zusammen.

Weitere Polizisten stürzen sich auf ihn, nehmen ihn fest. Die Beamten rufen einen Notarzt und Rettungswagen zur Hilfe, der Angeschossene wird umgehend mit einer schweren Schussverletzung ins Krankenhaus zur weiterhin Behandlung gebracht. Die betroffene Polizistin musste im Anschluss seelsorgerisch betreut werden, sie kam auf ein Revier, wo man sich um sie kümmerte. Bei dem Angriff blieb sie körperlich unverletzt.

Ein Großaufgebot der Polizei eilt sofort nach dem Zwischenfall nach Lichtenhagen, sperrt die Neustrelitzer Straße weiträumig ab. Der Tatort wird beschlagnahmt. Spezialisten der Kripo untersuchen ihn, fotografieren ausführlich, sichern Beweise. Die Ermittlungen sind aufgenommen worden, stehen allerdings erst am Anfang.