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Rostock Neptun-Freibad ab 2015 möglich

Von mkro | 06.05.2013, 10:08 Uhr

In das Vorhaben, das Außenbecken der Neptun-Schwimmhalle zu erneuern, kommt endlich Schwung.

Im Herbst vergangenen Jahres wurde eine Machbarkeitsstudie von Seiten der Bürgerschaft in Auftrag gegeben, die nun im Detail vorliegt und den Wassersportvereinen der Hansestadt Hoffnung auf bessere Trainings- und Wettkampfbedingungen macht. Geplant ist eine 50-Meter-Anlage mit acht Bahnen und einem Fünf-Meter-Sprungturm.

Für Wettkämpfe reicht die Halle nicht aus

Dass die Neptunhalle als einzige Sportstätte in ganz Mecklenburg-Vorpommern über eine 50-Meter-Bahn verfügt, bekommen vor allem die Schwimmvereine zu spüren. "Die Bahnen sind so gut wie immer besetzt", sagt Ingolf Jopke, Vorsitzender des Schwimmclubs Empor Rostock 2000. Hinzu käme, dass mit den lediglich sechs Bahnen keine größeren Wettkämpfe ausgerichtet werden könnten. "Der Trend geht außerdem dahin, die Wettkämpfe nicht mehr in Hallen, sondern auf Außenanlagen auszurichten", so Jopke weiter. Unterstützung bekomme er zudem vom Deutschen Schwimmverband (DSV), der sich schon lange wünscht, Rostock als Trainingsstandort für die Nationalmannschaft auszubauen.

Das Außenbecken soll allderdings nicht nur den Vereinen dienen, auch Tagesgäste sollen davon profitieren. Dass mit einem weiteren Becken die kurzen Zeiten für das öffentliche Schimmen verlängert und somit der zuweilen große Andrang im 25-Meter-Becken verringert würde, scheint sicher.

Entscheidung soll bis September fallen

In der aktuellen Machbarkeitsstudie wurde vor allem darauf geachtet, dass der Betrieb im Bad auch parallel laufen kann, dass sowohl Vereine trainieren als auch Badegäste gleichzeitig das Neptunbad besuchen können. "Die Technik für die Wasseraufbereitung ist da. Die Halle ist dafür ausgelegt, dass auch ein Außenbecken in den Betrieb integriert werden kann", sagt Siegfried Schwadtke, Sportkoordinator der Hansestadt Rostock. Die Finanzierung über einen zweistelligen Millionenbetrag soll zwischen Stadt, Land und Bund gleichermaßen geteilt werden. Die Studie liegt zurzeit dem DSV, der Stadtverwaltung, den Organisatoren des Springertages und dem Kommunalen Eigenbetrieb für Objektbewirtschaftung und -entwicklung vor. Die Entscheidung soll spätestens bis September fallen.