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FC Hansa Rostock Neue Regelung: Am Spieltag werden die Handys abgegeben

Von Arne Taron | 15.08.2019, 19:18 Uhr

Die A-Junioren starten beim BFC Dynamo in die Regionalliga Nordost – Trainer Vladimir Liutyi äußert sich im Interview.

Die A-Junioren-Fußballer des FC Hansa legen in der Regionalliga Nordost wieder los. Am Sonnabend um 13 Uhr sind die Rostocker beim BFC Dynamo in Berlin zu Gast. NNN-Mitarbeiter Arne Taron sprach mit Trainer Vladimir Liutyi (57).

In der Vorbereitung gab es in sieben Spielen nur zwei Siege – wie fällt Ihr Fazit zur Entwicklung und zu den Test-Ergebnissen aus?

Fünf Wochen Vorbereitung sind nicht wirklich viel. Es war und ist uns allen klar, dass wir diese Saison eine junge Mannschaft haben, zudem viele externe Neuzugänge ebenfalls aus dem jungen Jahrgang. Wir brauchen als Team noch Zeit, um uns weiter einzuspielen. Dass wir gerade in den letzten Testbegegnungen so viele Gegentreffer kassierten, hat mir natürlich nicht gefallen. Da offenbarten sich im defensiven Bereich Probleme, an denen wir weiter sehr intensiv arbeiten müssen. Wir haben gegen Mannschaften wie Næstved und Lübeck auf Augenhöhe gespielt und trotzdem jeweils fünf Gegentore bekommen.

Gegen den BFC Dynamo gingen in der vergangenen Saison beide Partien verloren (0:2 in Berlin und 1:4). Denken Sie noch an diese Partien, und was für ein Spiel erwarten Sie jetzt?

An die beiden Spiele kann ich mich natürlich erinnern. Berliner Mannschaften haben immer eine gewisse Mentalität. Gerade auswärts sind das immer alles andere als leichte Partien. Wir wollen gut starten und etwas mitnehmen. Wir werden erst einmal versuchen, kompakt zu stehen, und werden auf die Spielweise des Gegners die richtigen taktischen Mittel finden.

Wie sehen Ihre Saisonziele für 2019/20 aus?

Oberstes Ziel bleibt natürlich die Ausbildung der Spieler – den älteren Jahrgang an die zweite Mannschaft heranzuführen und die vielen jüngeren Akteure möglichst schnell auf das Niveau in der neuen Altersklasse zu bringen. Tabellarisch ist es angesichts einer so jungen Mannschaft schwer, Ziele zu formulieren. Ich sehe momentan schon, dass wir noch nicht eingespielt sind und noch viel zu tun ist. Es wird schwer werden, so wie im vergangenen Jahr konsequent und dauernd im oberen Tabellenbereich mitzuspielen. Es wird sicherlich keine leichte Saison, was die Aufgabe für mich als Trainer aber eben auch reizvoll macht.

Welche Erfahrungen haben Sie aus der Vorsaison mitgenommen, und werden Sie in der neuen Serie etwas anders machen?

Wir haben ein paar Dinge im Trainingsbetrieb geändert und zudem auch einige neue Regelungen drumherum eingeführt. Als Beispiel sei hier mal die Abgabe der Handys am Spieltag genannt, um die volle Konzentration aufs Spiel zu gewährleisten. Ich denke, dass wir insgesamt die Zügel noch einmal angezogen haben.

Welche Spieler in Ihrem Kader sind aktuell angeschlagen oder verletzt?

Leider fehlen mit Sargis Martirosyan und Fritz Maron – beide wegen Knieverletzungen – immer noch zwei wichtige Spieler des älteren Jahrgangs. Mahir Huber und Benjamin Strubelt fallen mit Sprunggelenksblessuren aus. Neuzugang Markus Krohn hat im Training eine Handverletzung erlitten – bei ihm hoffe ich, dass es bis Sonnabend noch reicht.

Wer in Ihrem Kader sind die Führungsspieler, wer soll und muss Verantwortung übernehmen?

Ich denke, hier sind vor allem die Spieler des älteren Jahrgangs gefordert. Sie müssen vorangehen und die vielen Jüngeren anleiten. Schwierigkeiten und Probleme müssen wir aber als Mannschaft auffangen und lösen – die Mannschaft als Ganzes ist mir sehr wichtig. Wir verlieren und gewinnen zusammen als Team.

Wer sind Ihre Favoriten in der Liga?

Ich erwarte hier vor allem die Berliner Teams Hertha Zehlendorf, Tennis Borussia und FC Viktoria 1889 vorne. Eventuell auch Rot-Weiß Erfurt und Erzgebirge Aue.