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Petriviertel Nikolaihof: Der Entwurf steht fest

Von JROH | 18.11.2014, 10:00 Uhr

Vernissage zeigt Wettbewerbsbeiträge zum Bauvorhaben am Warnowufer

„Die größte Herausforderung war die Geometrie des Grundstücks“, sagt Siegmund Rahl, Leiter des gleichnamigen Berliner Architekturbüros. Der Beitrag seines Teams, der durch gute Gebietserschließung und flexible Grundrisse punktete, hat beim Architekturwettbewerb für den Nikolaihof im Rostocker Petriviertel den zweiten Preis gewonnen und wird nun umgesetzt. Alle Arbeiten sind seit gestern bei der Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS) zu sehen.

„Wir wollen das Petriviertel mit unserem Bauvorhaben mitgestalten und als Baugruppe individuelles Wohnen umsetzen“, betonen Torsten Matthäus und Rudi Dudda, Initiatoren des Nikolaihofs. Gemeinsam mit der Stadt hatten sie im Frühjahr zu dem Wettbewerb für das Bauvorhaben an der Warnowstraße zwischen Fischer- und Gerberbruch aufgerufen. Ziel war es, für das Wohnquartier mit einer Grundstücksgröße von rund 1600 Quadratmetern eine Planung für bis zu 25 Eigentumswohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern generationsübergreifend und barrierefrei zu entwickeln.

Die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Joachim Brenncke, freischaffender Architekt aus Schwerin und Präsident der Architektenkammer MV, prämierte den Entwurf von KBNK Architekten aus Hamburg mit dem ersten Platz. Rang 3 erreichte das Architekturbüro Grohmann Bauplanung aus Rostock. Insgesamt wurden acht Beiträge von Architekturbüros aus Rostock, Hamburg, Lübeck und Berlin bewertet. Neben städtebaulicher und architektonischer Qualität waren Funktionalität und Nutzbarkeit von Grundrissen und Freiflächen unter den Anforderungen einer Baugruppennutzung gefragt. „Wir setzen das Wohngruppenmodell des zweiten Preisträgers um, da es am schlüssigsten ist“, sagte Matthäus. 20 Wohnungen zwischen 64 und 130 Quadratmetern wird das Objekt nahe der Unterwarnow beherbergen, zwölf sind bereits verkauft. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter beträgt laut Baubetreuer Hauke Friederichs 2500 Euro.

„Mich interessieren das Viertel, die Modernität und das Projekt an sich“, sagt Falk Rehfeld, einer der Käufer. Er und seine Mitbewohner zwischen 30 und 65 Jahren dürfen ihre Vorstellungen bei der Umsetzung einbringen. „Das wird eine sportliche Aufgabe für die Architekten“, so Brenncke. 2016 soll das Gebäude stehen.

Die Arbeiten sind zwei Wochen lang in den Geschäftsräumen der RGS, Am Vögenteich 26, zu sehen.