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Norddeutsche Neueste Nachrichten November: Viel Sonne und Seerauch

Von eike | 03.12.2013, 11:33 Uhr

Meteorologe Rudolf Kemnitz von der Wetterwarte bilanziert den Monat November

Mit einer Mitteltemperatur von 6,7 Grad Celsius fiel der November etwas zu mild aus. Bei einem vieljährigen Mittel von 5,3 Grad ergibt sich eine positive Abweichung von plus 1,4 Grad. Anfang des Monats befand sich Norddeutschland zunächst in einer kräftigen westlichen Strömung, mit der zahlreiche Tiefdruckgebiete über uns hinwegzogen. Die meist milden Luftmassen sorgten am 1. November für die höchste Temperatur des Monats von 13,4 Grad.Später wechselten mildere und kältere sowie trockene und nasse Tage einander ab. Am 15. November fiel die Temperatur im Laufe des Vormittags auf das Monatsminimum von minus 0,2 Grad.Dadurch trat zeitgleich eine für November recht ungewöhnliche meteorologische Erscheinung auf. Über der Ostsee konnte Seerauch beobachtet werden, eine zum Verdunstungsnebel zählende Art, die durch den krassen Temperaturunterschied zwischen der noch warmen Ostsee von 7 Grad und der darüber liegenden Luft von minus 0,2 Grad entsteht.Mit 52,3 Liter pro Quadratmeter zeigte sich eine ausgeglichene Niederschlagsbilanz. Mit nur einem leichten Plus von 2,5 Prozent wurde das übliche Soll von 51 Litern pro Quadratmeter überschritten. Allerdings fiel der überwiegende Teil schon im ersten Monatsdrittel mit den aus Westen kommenden Wolken.Entgegen den deutschlandweiten Werten wurde mal wieder die Ostseeküste von der Sonne bevorzugt. Gerade in der trüben Jahreszeit ist jeder zusätzliche Sonnenstrahl willkommen. Mit 73,4 Sonnenstunden wurde das langjährige Mittel von 52,8 Stunden um 39 Prozent überboten.Insgesamt fiel der diesjährige Herbst warm, nass und sonnig aus. Alle drei meteorologischen Herbstmonate fielen zu warm aus, sodass der Durchschnittswert von 9,7 Grad um 1,1 Grad übertroffen wurde.Auch beim Niederschlag gab es mit 189,6 Litern pro Quadratmeter einen Überschuss von 41,8 Litern pro Quadratmeter oder 28,3 Prozent. Üblicherweise fallen sonst 147,8 Liter pro Quadratmeter. Die Sonne machte ebenfalls 40 Überstunden und zeigte sich insgesamt 355 Stunden, das sind 113 Prozent des Durchschnittswertes von 315 Stunden.