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Stützpunkt Hohe Düne Offene Türen bei der Marine

Von Redaktion svz.de | 15.06.2015, 08:00 Uhr

Zum 60. Geburtstag der Bundeswehr konnte auch der Stützpunkt in Hohe Düne besichtigt werden

Die Bundeswehr hat am Sonnabend ihren 60. Geburtstag gefeiert und dafür bundesweit zahlreiche Standorte geöffnet, um über ihre Arbeit und die eingesetzte Technik zu informieren. Beim Tag der offenen Tür auf dem Marinestützpunkt Hohe Düne zeigten zahlreiche Besucher ein gesteigertes Interesse für „Marder“ oder „Fuchs“ – in diesem Fall die aktuellen Panzermodelle der Bundeswehr.

Insbesondere der Nachwuchs kletterte begeistert durch die Luken und Hauptfeldwebel Thomas Hänel hatte einiges zu tun, die vielen Fragen seiner Zuhörer unter zehn Jahren zu beantworten. Gleich nebenan wartete das Aufklärungsfahrzeug „Fennek“,welches sich heimlich, still und leise in den letzten Jahren durch Afghanistan bewegte, um Taliban-Kämpfer aufzuspüren. „Allerdings ist hier eine unauffällige Fahrweise erwünscht“, weiß Oberstabsgefreiter Henry Cröger von seinen zahlreichen Einsätzen im kargen Wüstenland zu berichten. Spannende Geschichten gab es auf jeden Fall zu hören.

Zwischen den weniger possierlichen Tierchen aus Stahl wartete bereits die filigrane Aufklärungsdrohne „Luna“ mit einer hochsensiblen Kamera, um sofort die gespeicherten Daten an die ebenfalls ausgestellte Bodenstation weiterzuleiten. Hier bleibt nichts unentdeckt.

Die Funktion eines Schleudersitzes, die Größe eines Flugzeug-Triebwerkes oder das Raketenabwehrsystem Patriot – am Sonnabend herrschte ausnahmsweise Aufklärungsbedarf bei der Zivilbevölkerung. Bei der Flut an Informationen kam Begeisterung bei den Technik-Fans auf. Eine Vorstellung der Bundeswehr-Taucher ließ nicht nur erahnen, welche harten Bedingungen hier zu bewältigen sind. Gleichzeitig warb das Bundeswehr Informationszentrum für neuen Nachwuchs und die Stützpunkt-Feuerwehr zeigte ihr gesamtes Equipment zu Land und auf See. „Das Schöne an unserem Standort ist, dass wir alle Organisationsbereiche präsentieren können“, sagte Hans Joachim Schulz, der stellvertretende Stützpunktkommandeur.

Neben Marine, Heer oder Luftwaffe sorgten auch die Bereiche der Verwaltung für Aufklärung an der Besucherfront. Wer es bei den heißen Temperaturen nicht bis Hohe Düne schaffte, hatte immerhin die Gelegenheit der Fregatte „Augsburg“ beim Open Ship am Kreuzfahrtterminal in Warnemünde einen Besuch abzustatten. Schiffsrundfahrten mit Barkasse oder Kutter zeigten den Marinestützpunkt aus der See-Perspektive.

Weitere Termine: 29. Juli, 13 bis 16 Uhr; 6. August, 13 bis 18 Uhr; 7. und 8. August, 10 bis 18 Uhr