Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Düsseldorf/Rostock Ohne Durchschlagskraft

Von André Gericke | 21.10.2011, 10:22 Uhr

Fußball-Zweitligist Hansa Rostock musste gestern Abend in Düsseldorf die vierte Auswärtspleite in Folge einstecken.

Die Ostseestädter unterlagen vor 23 500 Zuschauern der gastgebenden Fortuna mit 0:2 (0:1). Rostocker Fans waren - wie schon in Aue - nach den Vorfällen beim Spiel in Frankfurt letztmalig auswärts nicht zugelassen nicht zugelassen.

FCH-Coach Peter Vollmann hielt am erfolgreichen 4-3-3-System aus der Vorwoche vom 2:0-Premierensieg gegen den TSV 1860 München fest, nahm allerdings zwei personelle Umstellungen vor. Peter Schyrba kehrte nach überstandenen Sprunggelenksproblemen auf die Position des Rechtsverteidigers zurück. Robert Müller saß dagegen nur auf der Bank. Auf der anderen Seite musste Kapitän Sebastian Pelzer passen. Er wurde hinten links durch Michael Blum ersetzt. Dessen Platz im Mittelfeld nahm wiederum Timo Perthel ein.

Die erste Chance der Partie bot sich den Gastgebern. Maximilian Beister setzte zu einem Sololauf an. Die Rostocker Michael Blum und Michael Wiemann rutschten auf dem neuverlegten Rasen - nicht einmal 24 Stunden alt - aus. Doch FCH-Keeper Kevin Müller war auf dem Posten (7.). Hansa versuchte die Hausherren mit hohem läuferischen Einsatz früh am Spielaufbau zu stören und das durchaus mit Erfolg. Jänicke schnappte sich im Mittelfeld das Leder zieht an Jens Langeneke sowie Fortuna-Schlussmann Michael Ratajczak vorbei, wird aber zu weit abgedrängt. Die Folge war eine Ecke, die aber nichts einbrachte (19.).

Ein zweifelhafter Elfmeterpfiff des Unparteiischen Robert Kampka aus Mainz läutete den 19 Dreier der Fortunen aus den vergangenen 20 Heimspielen ein und brachte den FC Hansa auf die Verliererstraße. Beister geriet im Duell mit Kevin Pannewitz ins Straucheln, fiel dabei halb über den Ball. Langeneke verwandelte anschließend ohne Mühe zum 1:0 (27.). Die Gäste zeigten sich um eine Antwort bemüht. Doch die Abschlüsse von Mohammed Lartey (29., 44) und Tobias Jänicke (37.) waren einfach zu harmlos. Zudem hatten sie in Kevin Müller einen starken Rückhalt, der gegen Andreas Lambertz (34.) und kurz nach Wiederanpfiff gegen Beister (51.) ein 0:2 verhinderte.

Wenig später war aber auch der Schlussmann machtlos. Beister narrte Michael Wiemann, legte die Kugel mustergültig in den Lauf von Sascha Rösler und dieser vollendete (54.). Matthias Holst und Michael Blum konnten nicht mehr eingreifen.

Hansa blieb weiterhin gefällig und zeigte ansprechenden Kombinationsfußball, ließ allerdings jegliche Durchschlagskraft im Angriff vermissen. Auch die insgesmat drei Auswechslungen - Weilandt für Lartey, Semmer für Schied und später auch Langen für Perthel - führten keine Besserung herbei.

Die beste Chance, um das Duell noch einmal spannend zu machen, hatte Tobias Jänicke, der sich mit etwas Glück durchtankte, dann aber an Ratajczk scheiterte (67.).

Die Fortuna, die zumindest bis heute die Tabellenführung übernahm, beschränkte sich aufs verwalten, hatte durch Beister (76.) und Kruse (87.) noch zwei Möglichkeiten.

Hansa bleibt vorerst auf einem Nichtabstiegsplatz, kann am Sonntag aber von Ingolstadt (in Aachen zu Gast) auf den Relegationsrang verdrängt werden.


Düsseldorf: Ratajczak - Levels , Lukimya , Langeneke , J. van den Bergh - Bodzek (V), Lambertz - Beister (77. R. Kruse), Rösler (68. Ilsö), O. Fink - Bröker (84. Dum)

Rostock: K. Müller - Schyrba, Wiemann, Holst (V), Blum - Pannewitz, Peitz (V), Perthel (81. Langen) - Lartey (V, 63. Weilandt), Schied (63. Semmer), Jänicke (V)

Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz). Zuschauer: 23 500. Tore: 1:0 Jens Langeneke (27./Foulelfmeter), 2:0 Sascha Rösler (54.).