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Pandemie-Regelung Rostocker Innenstadt ist menschenleer

Von Toni Cebulla | 19.03.2020, 16:50 Uhr

Wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens bleibt der Andrang aus. Bestimmte Geschäfte dürfen sonntags öffnen.

Die Rostocker Innenstadt entwickelt sich aufgrund der verschärften Maßnahmen der Landesregierung im Kampf gegen die Ausbreitung des aktuell grassierenden Coronavirus immer mehr zu einer Geisterstadt. Da unter anderem nur noch Friseure, Bäckereien, Supermärkte und Drogerien öffnen dürfen, kommt das öffentliche Leben fast komplett zum Erliegen.

Auch die Parks, Sitzbänke und Spielplätze sind menschenleer. Wo bis vor Kurzem noch täglich Tausende Rostocker über die Einkaufsmeile bummelten, sind jetzt nur noch ansässige Einwohner zum schnellen Einkauf unterwegs.

Ausnahmeregelung für Sonntagsöffnung

Angesichts der aktuellen Situation dürfen bestimmte Geschäfte, Märkte und Apotheken nun auch am Sonntag öffnen. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hat eine entsprechende Allgemeinverfügung unterschrieben, die das Verbot vorübergehend bis zum 19. April außer Kraft setzt.

Wie die Stadt mitteilt, dürfen Lebensmittelgeschäfte, Wochen- und Getränkemärkte, Verkaufsstellen von Presse- und Druckerzeugnissen, Drogerien, Sanitätshäuser, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie Apotheken ab 22. März sonn- und Feiertags wie an Karfreitag oder Ostermontag zwischen 6 und 18 Uhr geöffnet werden. Für Apotheken gelten diese zeitlichen Beschränkungen nicht, teilt die Verwaltung mit.

Allerdings müssen diese Einrichtungen bestimmte Auflagen hinsichtlich Hygiene, Steuerung des Zutritts und Vermeidung von Warteschlangen einhalten.

Auch im Landkreis wird Verbot aufgehoben

Auch im Landkreis Rostock dürfen diese Geschäfte öffnen, dort allerdings nur von 12 bis 18 Uhr, teilt Landrat Sebastian Constien (SPD) mit. Zusätzlich können von der vorübergehenden Aufhebung des Ladenöffnungsverbots auch Abhol- und Lieferdienste, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen sowie Blumenläden Gebrauch machen.