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Rostock Pelzer: „Zu viel mit dem Schiedsrichter beschäftigt“

Von André Gericke | 18.09.2011, 07:55 Uhr

1:4 bei Eintracht Frankfurt: Der Negativlauf des FC Hansa Rostock in der 2.

Fußball-Bundesliga geht weiter. Auch im achten Anlauf nach der Rückkehr aus der Drittklassigkeit konnten die Ostseestädter nicht gewinnen. Mit nur fünf Punkten rangieren die Hansestädter derzeit auf dem Abstiegsrelegationsplatz. "Das Ergebnis sieht sehr klar aus. Aber so war es definitiv nicht. Es spielten auch gewisse Umstände eine Rolle. Wir haben einen Elfmeter nicht bekommen. Tino Semmer wurde ganz klar gehalten. Dann erhielt der Gegner einen Handelfmeter zugesprochen, der keiner war", erklärte Rostocks Dominic Peitz.

Auch Kapitän Sebastian Pelzer kritisierte nach dem Schlusspfiff das Schiedsrichterkollektiv. "Das sind vielleicht nur ein paar Nuancen, doch dadurch kann solch ein Spiel eine ganz andere Richtung bekommen", so der 30-Jährige. Schon beim vorhergehenden Auswärtskick in Ingolstadt (1:3) geriet der FCH durch einen unberechtigten Elfmeter auf die Verliererstraße.

Aber "Pelle" fasste sich auch an die eigene Nase. "Das frühe erste Gegentor aus dem Gewühl heraus, war natürlich eine Katastrophe für das, was wir uns vorgenommen hatten. Anschließend kämpften wir uns ordentlich zurück, hatten nach dem 0:2 durch Tino Semmer eine große Chance zum 1:2. Da hätten wir noch mal zurückkommen können. Letztlich muss man dann aber auch sagen, dass wir uns zu viel mit dem Schiedsrichter beschäftigten", sagte Sebastian Pelzer.

FCH-Trainer Peter Vollmann richtete unmittelbar nach der Pleite seinen Blick bereits auf die kommenden Aufgaben. "Wir müssen die Niederlage am Ende akzeptieren, doch müssen wir uns auch nicht unbedingt an Eintracht Frankfurt messen, sondern für uns sind die nächsten Spiele entscheidend, wo es dann gegen Mannschaften geht, die mit uns um den Klassenerhalt spielen", so der 53-Jährige, der hofft, dass Sturm-Routinier Marek Mintál heute um 10.30 Uhr nach schwerer Adduktoren- und Bauchmuskelverletzung wieder ins Mannschaftstraining einsteigt.

Am Sonntag geht es zu Hause - möglicherweise schon mit Mintál - gegen den Karlsruher SC (aktuell sechs Punkte), der heute Abend (20.15 Uhr auf Sport1) zum Abschluss der achten Runde auf Erstliga-Absteiger FC St. Pauli trifft. Anschließend reisen die Norddeutschen ins Erzgebirge nach Aue (sieben Punkte), messen sich dort unter anderen mit mehreren ehemaligen Rostockern. Enrico Kern, Guido Kocer, Kevin Schlitte, Oliver Schröder stehen bei den Sachsen unter Vertrag. Zwei Teams, mit denen sich die Ostseestädter auf Augenhöhe sehen, gegen die Hansa punkten muss, will das Team vor der zweiten Länderspielpause dieser Saison nicht bereits den Anschluss ans untere Mittelfeld verlieren.