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Ein Artikel der Redaktion NNN

Toitenwinkel Pflegeheim plant Ausbau

Von Anette Pröber | 27.06.2018, 12:00 Uhr

Südhus Nord soll um eine Etage wachsen. Hoffest mit Bewohnern, Angehörigen und Nachbarn.

Das Pflegeheim Südhus Nord, Zum Erlenholz 8, will anbauen. Das kündigte Südhus-Chefin Iris Tschischke beim Hoffest für die eigenen Bewohner, deren Angehörige sowie Anwohner am vergangenen Sonnabend an. Ihr zufolge soll die Einrichtung ein viertes Stockwerk erhalten und künftig zusätzlich 18 pflegebedürftigen Menschen ein Zuhause bieten.

Es war bereits die vierte Auflage des Festes. „Wie schon bei der Premiere 2012 geben wir bei dem geselligen Zusammensein unseren Gästen die Gelegenheit, unser Haus näher kennenzulernen“, sagte Tschischke, die auch für die Einrichtung in der Südstadt verantwortlich ist. Diese war im Jahr 2002 mit 30 Plätzen eröffnet worden. Zum Auftakt des diesjährigen Hoffestes konnten die Gäste bei einem Rundgang das Südhus Nord besichtigen. Das 2010 errichtete Gebäude beherbergt 70 Bewohner, die hier ihren Lebensabend verbringen und nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe wie in einer Hausgemeinschaft zusammenleben. „Wir binden unsere Heimbewohner aktiv in das Alltagsgeschehen ein, sie helfen beim Kochen oder Wäschewaschen. So stärken wir vor allem die Mobilität und Motivation im Alter“, sagt Tschischke. Diese Philosophie ist übrigens jetzt in einem kurzweiligen und humorvoll gestalteten Südhus-Abc nachzulesen. Die Pflege-Fibel wurde auf dem Hoffest erstmals präsentiert.

Seit acht Wochen lebt Albertine Hübner in dem Pflegeheim. Die 89-Jährige stammt aus Mannheim und ist ihrem Bruder Wolfgang Greß an die Ostsee gefolgt. Greß und Ehefrau Hannelore waren bereits 2007 aus Hessen nach Rostock übergesiedelt. „Wir fühlen uns wohl am Meer und sind froh, für meine Schwester so ein tolles Pflegeheim gefunden zu haben.“ Die Eheleute Greß leben ebenfalls in Toitenwinkel, nur zehn Minuten von der Einrichtung entfernt. Für sie war es nur ein kurzer Weg, um gemeinsam mit Schwester und Schwägerin Albertine Hübner beim Hoffest dabei zu sein. Einen etwas weiteren Anfahrtsweg hatten dagegen elf ältere Damen aus dem Heim in der Südstadt.