Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Ringen Philipp Nguyen Ho stemmt die Last der Verantwortung

Von Wulf Richter | 08.09.2019, 16:34 Uhr

18:12 bei der KG Hellersdorf/Preußen – die KG Küstenringer gewinnt auch ihren zweiten Kampf in der Oberliga Brandenburg.

Nach dem 18:8 zum Auftakt gegen den SV Luftfahrt Berlin II besiegten die Schwerathleten aus dem Norden in Berlin auch die KG Hellersdorf/Preußen mit 18:12 – und das, obwohl die Gäste in der spärlich besetzten Hellersdorfer Sporthalle die beiden weiblichen Gewichtsklassen unbesetzt lassen und damit satte acht Punkte kampflos abgeben mussten.

Robert Strohschein (130 kg Griechisch-Römisch) per Schultersieg nach 1:30 Minuten und Karl Thoms (52 kg Freistil) mit technischer Überlegenheit brachten die Küstenringer mit 8:4 in Front, nachdem die Berliner zunächst mit 4:0 vorne lagen (Sophia Langner bis 50 kg kampflos). In der Gewichtsklasse bis 92 kg F hatte Hans Wittkowski einen schweren Stand. Gegen den erfahrenen Mike Böhm fand er keinen Zugriff, verletzte sich zudem bei einer etwas unorthodoxen Aktion seines Gegners im Gesicht und wurde schließlich im zweiten Durchgang geschultert. 8:8 der Stand nach der Hälfte der Kämpfe.

Richtig spannend wurde es in der Gewichtsklasse bis 61 kg GR. Fabian Wiesemann legte für die Küstenringer los wie die Feuerwehr, gab aber etwas übermotiviert die Führung aus der Hand. Nach drei Minuten Kampfzeit stand es 6:6. Nach der Pause drehte Fabian noch mal richtig auf und brachte seinen Gegner per Armdrehschwung in die gefährliche Lage. Mit einem am Ende sicheren 12:7-Punktsieg kamen weitere zwei Zähler auf das Konto der Gäste. Der bereits 46-jährige Dirk Stastny machte bis 80 kg GR mit seinem Gegner nicht viel Federlesen, siegte souverän mit technischer Überlegenheit und baute die Gesamtführung aus.

Nachdem Pia-Luna Joseph vier Punkte kampflos bekam, lag beim Stand von 14:12 die Last der Verantwortung auf den Schultern von Philipp Nguyen Ho. Mit gut vorgetragenen Beinangriffen sammelte er Punkt um Punkt, um sich dann völlig unnötig fast selbst auf die Schultern zu legen. Aber Philipp befreite sich aus der brenzligen Situation und siegte noch durch technische Überlegenheit.

Mannschaftsbetreuer Martin Buhz zeigte sich dann auch recht zufrieden mit dem Verlauf des Kampfes, der alles in allem nur gute 40 Minuten gedauert hatte.