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Deutsche Meisterschaften Polizei-Wettstreit im Wasser

Von CLLA | 30.05.2018, 12:00 Uhr

Schwimmende Beamte aus ganz Deutschland treten heute und morgen in der Neptun-Schwimmhalle gegeneinander an.

Die besten Polizei-Schwimmer Deutschlands messen sich Mittwoch und Donnerstag in der Hansestadt. Nach 1996 richtet Mecklenburg-Vorpommern erneut die Deutschen Meisterschaften der schwimmenden Beamten, die alle zwei Jahre in verschiedenen Bundesländern stattfinden, in der Rostocker Neptun-Halle aus.

Zum fünfköpfigen Organisationsteam gehört auch Dörte Kamrau. Die Vorbereitungen laufen seit gut einem Jahr. Doch damit nicht genug – die 42-Jährige geht für MV auch selbst mit ins Rennen. „Als Landes-Fachwart habe ich die zehn Starter unseres Teams ausgewählt – sechs Männer und vier Frauen“, sagt Kamrau. Der Großteil davon stamme wie sie selbst aus der Polizeiinspektion Rostock.

Das Training finde überwiegend in der Freizeit statt. Kamrau selbst geht jeden Morgen vor dem Dienst ins Wasser. Für das Landesteam habe es in Vorbereitung der Meisterschaft lediglich drei gemeinsame Übungstage gegeben. Zu wenig, um an der Spitze mitschwimmen zu können. „Dafür müsste man mindestens zweimal täglich im Wasser trainieren und dazu den Ausgleichssport, was mit der Arbeitsbelastung kaum vereinbar ist“, sagt die fitte Kripo-Beamtin. Vor allem, weil unter den diesjährigen Teilnehmern auch Welt- und Europameisterinnen sowie ein Olympia-Finalteilnehmer sind. Die Bedingungen für Polizeischwimmer in MV seien schlechter als in anderen Bundesländern, weil neben der Sportförderung auch der Nachwuchs fehle. „Selbst die Neptun-Halle ist eigentlich nicht für Deutsche Meisterschaften ausgelegt, weil es nur sechs statt der für ein Finale erforderlichen acht Bahnen gibt“, erklärt die Rostockerin. Innerhalb des MV-Teams erwarte sie vor allem vom Stralsunder Starter Tim Poddig eine Finalteilnahme beim Brustschwimmen, also, dass er unter die besten Sechs kommt.

Der Wettbewerbszeitplan ist eng. „Die Disziplinen sind alle 50-Meter- sowie alle 100-Meter-Strecken, dazu 200 Meter Lagen und Rettungsmehrkampf“, sagt Kamrau. Letzterer teile sich in drei Unterarten – das Schwimmen mit Kleidung, eine Kombination aus Schwimmen und Tauchen sowie das Schwimmen mit einer Rettungspuppe.

Zuschauer sind an beiden Tagen bei freiem Eintritt willkommen. Oft seien es zwar Kollegen oder Familienangehörige der Teilnehmer, aber auch für Sportfans würde sich ein Besuch lohnen. „Von der Leistung her sind Top-Athleten dabei, sodass es genau so spannend wie eine normale Deutsche Meisterschaft ist“, sagt Dörte Kamrau.