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Landkreis Rostock Profi gibt Kleingärtnern Wasser-Tipps

Von Michaela Kleinsorge | 13.08.2018, 12:00 Uhr

Jörg Sedl verrät, mit welchen kleinen Tricks die Rechnung trotz Hitzeperiode niedrig bleibt.

Nach dieser Hitzeperiode lassen nicht nur die Blumen ihre Köpfe hängen. Mancher Gartenfreund im Landkreis muss sich auf eine höhere Wasserrechnung einstellen und betrachtet das verwelkte Blütenparadies mit enttäuschten Blicken. Was er im Garten machen kann, um die Schäden bei Hitzeperioden in Grenzen zu halten, weiß Jörg Sedl.

Der Projektleiter für Umweltbildung und naturnahes Gärtnern der Gartenfreunde Rostock hat einige Tipps auf Lager: So sei es vorteilhaft, den trockenen Boden mit der Harke vor dem Gießen regelmäßig aufzulockern. Auch Mulchen mit Rasenschnitt soll die Feuchtigkeit länger im Boden erhalten. „Hier ist allerdings darauf zu achten, dass der Rasenschnitt angetrocknet ist und die Schicht nicht dicker als einen Zentimeter aufgetragen wird, damit sich kein Schimmel bildet“, rät der Profi. Als weitere Maßnahme sei auch die Bodenabdeckung durch Bepflanzung empfehlenswert, denn nackte Erde trockne schneller aus. Um Pflanzen punktuell genug und trotzdem sparsam Wasser zukommen zu lassen, sollten Gärtner eine Gießrinne um die Pflanzen einarbeiten. Diese verhindert, dass das Wasser abläuft und nutzlos versickert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die standortgerechte Pflanzung regionaler Arten sowie beim Gemüseanbau die Sortenvielfalt durch Verwendung alter, samenechter Sorten: „Bei heimischen Pflanzen macht man nichts verkehrt, weil sie Wetterkapriolen vertragen“, sagt Sedl. Vom ständigen Rasensprengen rät er ab. Denn für sattes Grün sei auf Dauer zu viel Wasser nötig.