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Eishockey In Überzahl einfach auch mal „dreckige“ Tore erzielen

Von Arne Taron | 23.10.2019, 16:17 Uhr

Ansonsten ist Christian Behncke, Trainer der REC Piranhas, aber zufrieden mit dem Saisonverlauf in der Oberliga Nord.

Mit 14 Punkten aus acht Spielen (Platz fünf) ist den Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs ein starker Start in die Oberliga Nord gelungen. NNN-Mitarbeiter Arne Taron sprach mit Trainer Christian Behncke.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?

Sehr zufrieden. Wir haben uns als Mannschaft schnell gefunden. Das hat beim Punkteholen natürlich geholfen. Insgesamt ist das schon ganz in Ordnung. Vorige Saison sind wir aber ähnlich gut gestartet. Es gilt nun in jedem Fall dranzubleiben.

Was war schon gut, was klappt noch nicht so?

Gut ist, dass wir eine echte Mannschaft sind: Jeder läuft für den anderen, jeder ist für den anderen da. Was noch nicht so klappt, ist unser Überzahlspiel. Da müssen wir wesentlich mehr mit dem Puck zum Tor ziehen und einfach auch mal „dreckige“ Tore erzielen. Aber daran arbeiten wir stetig.

Kann man nach den ersten acht Spielen schon ein kleines Zwischenfazit ziehen?

Die zurückliegenden Wochen zeigten, dass nahezu jeder jeden schlagen kann. Sogar Tilburg steckte schon eine Niederlage ein. Die Liga ist insgesamt ausgeglichener und auch für die Zuschauer interessanter geworden.

Ändert sich durch den starken Saisonstart etwas an den Zielen für 2019/20?

Nein, nicht wirklich. Wir denken weiterhin von Spiel zu Spiel. Das große Ziel bleiben die Play-offs, die wir am besten natürlich auf direktem Weg erreichen wollen.

Mit Tim Junge gab es kurzfristig eine Verpflichtung für die Verteidigung.

Dort waren und sind wir unterbesetzt. Wenn Tim bei uns ist, wird er uns sofort weiterhelfen. Das konnte man bei seinen ersten Einsätzen schon sehen. Tim wird uns aber nicht in allen Partien zur Verfügung stehen. So ist er als Förderlizenz-Spieler der Eisbären Juniors Berlin jetzt am Wochenende nicht dabei, da er zweimal gegen die Kölner Junghaie mitwirkt. Aber das Transferfenster ist noch bis Ende Januar offen – mal schauen, was da noch passiert.

Mit Herne (1.) am Freitag auswärts und Leipzig (4.) am Sonntag zu Hause warten schon die nächsten Spitzenteams – eine weitere Standortbestimmung für die Mannschaft?

Das sind zwei Mannschaften aus dem oberen Drittel, die aber auch schon Punkte gelassen haben. Jeder Zähler, den man in Herne holt, ist sicherlich Bonus. Zu Hause wollen wir auf jeden Fall weiter an unserer Heimstärke arbeiten, egal, wer da kommt.

Wie zufrieden sind Sie mit Roman Tomanek?

Roman macht bislang einen guten Job. So ganz in der Liga angekommen ist er vielleicht noch nicht. Ich denke, er braucht noch diese zwei Spielen am Wochenende, und dann wird es ein Selbstläufer. Sieben Tore in acht Spielen sind aber auch alles andere als verkehrt.

Speziell die Spielweise und das Auftreten von Constantin Koopmann bereiten den Fans wieder viel Freude.

Constantin ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Es sind nicht nur seine Tore und Vorlagen (6/5 – d. Red.), er bindet mit der Art und Weise, wie er spielt und den Puck behauptet, die Gegenspieler und zieht damit auch immer wieder Strafen. Er ist wirklich ein sehr wichtiges Puzzleteil in unserem Team.

Wie schätzen Sie die bisherigen Leistungen der Torhüter Jakub Urbisch und Philipp Schneider ein?

Beide konnten sich bislang schon auszeichnen. So zeigte zum Beispiel Philipp Schneider gleich zum Auftakt gegen Krefeld, was er drauf hat, und Jakub überzeugte zuletzt sowohl in Essen als auch gegen die Hamburg Crocodiles. Wir haben uns auf keinen Stammtorwart festgelegt, stellen nach Trainingsleistungen auf. Ich denke, damit fahren wir vorerst ganz gut.