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Ein Artikel der Redaktion NNN

Warnemünde Restauriert: Das Jäckchen ist jetzt fertig

Von Mapp | 21.06.2015, 13:00 Uhr

Susanne Buch hat einen wahren Museumsschatz aufgearbeitet

Das Heimatmuseum Warnemünde hat einen echten Schatz zurück erhalten. Textilrestauratorin Susanne Buch aus Diedrichshagen hat ein völlig desolates Kamisoljäckchen aus der früheren Schneiderwerkstatt von Fräulein Bräutigam aus Warnemünde aufwändig und in akribischer Fleißarbeit restauriert.

Mit dem restaurierten Kleidungsstück ist das Heimatmuseum nun im Besitz eines historischen Prachtstückes. Von der Verwandlung der einst zerschlissenen Jacke ist auch Museums-Chefin Kathrin Möller begeistert. Wie viel Arbeit darin steckte, lasse sich auch an den Kosten ablesen: „Der Leuchtturm-Verein hatte 1000 Euro gespendet, als wir dazu aufgerufen haben“, sagt Kathrin Möller. Der Aufwand sei aber weitaus größer gewesen als gedacht. Die Summe habe sich letztlich sogar verdoppelt.

Die Restaurierung der Jacke ist ausschließlich in Handarbeit erfolgt. Mit Susanne Buch hat eine versierte Expertin diese Aufgabe übernommen. Sie arbeitet auch für andere Museen, kennt sich mit der Analyse von Textilien sehr gut aus und ist bei der Beurteilung und Restaurierung daher gefragt. Darüber hinaus richtet Susanne Buch auch Museumsdepots mit ein, pflegt sie, sichert die Bestände vor Mottenbefall, berät zu historischen Teppichen, restauriert antike Gobelins und andere Stücke.

Dabei stützt sie sich auf fundiertes Fachwissen. Denn Susanne Buch ist nicht nur gelernte Handweberin, sondern hat auch Diplomabschlüsse in Textildesign und -restaurierung.

Kathrin Möller ist froh, dass sie von der Stadt finanzielle Unterstützung bekommen hat, um die Analyse von Textilien und teilweise auch deren Restaurierung stemmen zu können. Auch in Zukunft will das Museum mit Susanne Buch zusammenarbeiten. Gemeinsam werden dann historische Kleidungsstücke und Stoffe begutachtet, die Dringlichkeit der Restaurierung festgelegt.

Und sicher wird dann bei dem einen oder anderen Stück auch nach einem Sponsor gesucht werden. Aber in dem Punkt sind die Warnemünder sehr rührig – aus Liebe zu ihrem Museum.