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Wettbewerb Rettungsschwimmer messen sich

Von MAPP | 17.07.2018, 08:00 Uhr

Donnerstag startet der 22. DLRG-Cup in Warnemünde. Es gibt erstmals einen neuen Staffelwettbewerb.

Die Elite der Freigewässersportler wetteifert jetzt beim 22. Internationalen Cup der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Rettungsschwimmen am Ostseestrand von Warnemünde. Rund 260 Rettungsschwimmer aus sechs Nationen starten ab Donnerstag unterhalb des Teepotts. „An drei Wettkampftagen werden die Athleten schwimmen, rennen und zeigen, wie gut sie verschiedene Rettungsmittel einsetzen können“, erklärt DLRG-Sprecher Martin Holzhause. Ab Donnerstag geht es unter anderem um die Königsdisziplin der Rettungssportler namens Oceanman und Oceanwoman. Bei diesem Wettstreit müssen die Sportler jeweils 600 Meter schwimmen, auf dem Rettungsbrett paddeln und mit einem Rettungsski fahren, der einem Kajak ähnelt. Zwischendurch absolvieren sie noch eine Laufstrecke am Strand.

Den Athleten wird dabei einiges abverlangt. „Der Rettungstriathlon fordert nicht nur technisch heraus, es sind vor allem Kondition und Kraft gefragt“, erklärt Stefan Büscher, Projektleiter für Wettkämpfe im Freigewässer bei der DLRG. Das bestätigt auch Carla Strübing, die Oceanwoman von 2017. Sie startet in diesem Jahr für die DLRG Anklam. Die 20-Jährige peilt die Titelverteidigung an. „Der Wettbewerb wird anstrengender, da man ohne viele Pausen mehrere Rennen absolviert“, vergleicht die Vorjahressiegerin, die sich gern mit ihrer Leistung für die Welt-Elite-Kämpfe im australischen Adelaide qualifizieren möchte.

„Die Wettkämpfe werden für Teilnehmer und Zuschauer spannender“, verspricht Büscher. Die Endläufe der Frauen und Männer werden erstmals in einer Eliminator-Version ausgetragen. Wenn der Triathlon absolviert ist, scheiden sechs der 18 Teilnehmer aus und so geht es weiter. Dieses System reizt auch Carla Strübing. „So wird die Veranstaltung attraktiver, auch für internationale Teams und bei der Weltmeisterschaft gibt es immer ein Eliminator-Finale, das ist eine gute Vorbereitung“, so die Elite-Rettungsschwimmerin.

Neben dem veränderten Finalmodus im Rettungstriathlon wartet der diesjährige DLRG-Cup auch mit dem zusätzlichen Staffelwettbewerb Ocean Lifesaver Relay auf. Da starten immer zwei Männer und zwei Frauen, die einzelnen Teildisziplinen werden den Geschlechtern zugelost. „Durch die Auslosung können interessante Kombinationen zustande kommen, die Staffel wird nicht schwieriger, aber durch die Zusammenstellung ergeben sich stärkere und schwächere Teams“, sagt sie.

Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ist stolz, dass die Hansestadt seit über zwei Jahrzehnten Ort für den DLRG-Cup ist. „Körperliche Fitness, Schnelligkeit und Konzentrationsfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen, um Leben retten zu können“, sagt er. Mehtling ist stolz, dass die deutsche Mannschaft als Titelverteidigerin startet.