Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock „Ringer“ beziehen Dürerplatz

Von Katrin Zimmer | 02.05.2018, 08:00 Uhr

Wunsch der Einwohner erfüllt: Bronzeplastik von Jo Jastram wird im Mai aufgestellt.

Der Sockel ist bereits in Arbeit und auch bis zum Umzug der „Ringer“ von Jo Jastram soll es jetzt nicht mehr lange dauern. Im Mai soll die Bronzeskulptur, die bis vor dem Umbau vor der Stadthalle in der Südstadt stand, mit Blickrichtung Schillingallee auf den Dürerplatz ins Hansaviertel ziehen, informiert Thomas Werner, der stellvertretende Leiter des Amts für Kultur und Denkmalpflege.

Seit vier Jahren hatte sich der Ortsbeirat des Hansaviertels um den Vorsitzenden Karsten Cornelius (SPD) darum bemüht, dass der weitläufige Platz im Herzen des Stadtteils wieder – bereits früher stand dort eine Skulptur – durch die Installation eines Kunstwerks aus dem Rostocker Fundus aufgewertet werde. „Die Freude darüber, dass es jetzt endlich passiert, ist groß“, sagt Cornelius, der mit seinem Wunsch mehrfach auf Zurückweisung gestoßen war.

Durch seine Beharrlichkeit und den Zuspruch des Kunstbeirats der Hansestadt sowie die Unterstützung von Ex-Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) konnte das 12 000-Euro-Projekt doch noch realisiert werden. Die Mittel setzen sich etwa hälftig aus einer Förderung des Landes und einem Teil des Budgets des 800-Jahre-Rostock-Projektbüros zusammen.

Die Idee, Jastrams Ringergruppe ins Hansaviertel mit seinen zahlreichen Sportstätten zu setzen, war bereits im vergangenen Jahr im Kunstbeirat aufgekeimt, als klar war, dass sie wegen der Baumaßnahmen rund um die Stadthalle ohnehin weichen müsse. Der Ortsbeirat der Südstadt gab sie bereitwillig frei, da sie thematisch gut ins Viertel passe. Zu groß war auch die Angst, dass die „Ringer“ ansonsten nie wieder aufgestellt würden. Im Gegenzug soll die wesentlich kleinere Statue „Pfiffige Göre“, die sich die Hansaviertler ursprünglich für ihren Dürerplatz gewünscht hatten, jetzt in die Südstadt wandern. Noch sind beide Figuren im Fundus der Hansestadt eingelagert.