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Wegen Gleisarbeiten in Rostock Bahnstrecke zwischen Steintor und Bahnhof wird gekappt

Von Katrin Zimmer | 10.06.2020, 12:57 Uhr

In den Sommerferien will die RSAG 520 Meter Doppelgleise austauschen. Busse und Bahnen fahren dann sechs Wochen Umwege.

Während der Sommerferien wird die Rosa-Luxemburg-Straße dicht gemacht und zwar komplett. Denn die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) will die Gleise zwischen Friedrich-Engels- und Wilhelm-Külz-Platz erneuern. Vom 22. Juni bis 2. August werden auf gut 520 Metern 30 Jahre alte Schienen ausgetauscht. So lange fahren die Straßenbahnen zwischen Steintor und Stadthalle nicht. Stattdessen bringen die Buslinien 22 und 23 Passagiere zum Hauptbahnhof.

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Linie 3 und 4 fallen für sechs Wochen weg

Sie steuern die gewohnten Ziele an und fungieren zudem als Schienenersatzverkehr, sagte der Technische Vorstand der RSAG, Jan Bleis, am Mittwoch. Zusätzlich stoppen sie am Goethe- und Schröderplatz sowie am Kröpeliner Tor.

Auch die Bahnen müssen während der Bauarbeiten Umwege nehmen, fahren dafür aber öfter. Die Linie 1 bleibe unverändert, die 5 biege von der Mecklenburger Straße kommend am Steintor nach Dierkow ab.

Die Linie 2 bekomme eine größere Bedeutung. Sie fahre vom Kurt-Schumacher-Ring bis Steintor, dann über Lange Straße und Goetheplatz bis zum Südblick. Die Linien 3 und 4 fallen in den sechs Wochen weg.

Davon abgesehen gelte ab dem 22. Juni der gewohnte Ferien-Fahrplan, so RSAG-Verkehrsplaner Andrej Kirschbaum. Die wegen der Corona-Pandemie reduzierte Taktung werde wieder erhöht.

Passagierzahlen wieder auf rund 70 Prozent gestiegen

Wegen der zeitweise stark gesunkenen Passagierzahlen aufgrund der Corona-Pandemie rechne die RSAG laut Vorstand Bleis derzeit mit einem Minus von rund sechs Millionen Euro zum Jahresende. Die sollen mit Hilfen von Bund, Land und Hansestadt ausglichen werden. Um die 32 Millionen nehme das Unternehmen normalerweise pro Jahr ein.

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Die RSAG verbuchte in den ersten vier Wochen nach Ausbruch des Virus in Deutschland fast drei Viertel weniger Passagiere, sagte Bleis. Inzwischen nutzten wieder rund 70 Prozent im Vergleich zu Mitte März die öffentlichen Verkehrsmittel.

Zwei neue Haltestellen entstehen

Der Austausch der Gleise in der Rosa-Luxemburg-Straße sei gezielt in die Ferienzeit gelegt worden, so Bleis, und sollte gleichzeitig mit den Bauarbeiten von Nordwasser und den Stadtwerken in der Richard-Wagner-Straße erfolgen. 1,4 Millionen Euro investiere die RSAG dort.

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Perspektivisch 2021 soll eine ähnlich hohe Summe für neue Haltestellen Höhe Paulstraße und Rosa-Luxemburg-Straße ausgegeben werden. Der Stopp am Leibnizplatz entfällt dann. Für die Namen hatten sich die Mitglieder des Ortsbeirats Stadtmitte stark gemacht. Ursprünglich sollten die Haltestellen anders heißen, die RSAG lenkte ein.

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