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Rostock Claus Ruhe Madsen zum neuen Oberbürgermeister ernannt

Von Katrin Zimmer | 28.08.2019, 19:36 Uhr

In der Sitzung der Bürgerschaft am Mittwoch hat der 47-jährige gebürtige Däne seinen Amtseid abgelegt.

Rostock hat einen neuen Oberbürgermeister: Claus Ruhe Madsen (parteilos) hat am Mittwoch im Rathaus auf der Sitzung der Bürgerschaft seinen Amtseid abgelegt. Der 47-jährige Däne ist damit der erste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt mit mehr als 200.000 Einwohnern ohne deutschen Pass. Offiziell nimmt er die Amtsgeschäfte zum 1. September auf.

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Glückwünsche vom scheidenden Methling

Im Namen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat der scheidende Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) Madsen zu seinem Nachfolger ernannt. "Alles Gute, lieber Claus. Sieben Jahre vergehen verdammt schnell", so Methling bei der Übergabe der Urkunde. Er hatte zuletzt 14 Jahre lang die Geschicke der Hansestadt gelenkt. Madsens Frau Marianne übergab Methling als Geschenk "ein Buch, das meine Frau und ich mit viel Schmunzeln vor sechs Jahren gelesen haben".

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Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück (Linke) ließ Madsen den Amtseid auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland schwören: Er würde alle geltenden Gesetze wahren und seine Amtspflicht erfüllen, sprach er nach.

"Weniger verwalten, mehr gestalten"

Madsen wird am Montag in sein Amtszimmer einziehen. Er hat angekündigt, dass er zunächst einen Kassensturz vornehmen werde. Zudem wolle er alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung kennenlernen und erfahren, welche Probleme zu lösen sind.

Während des Wahlkampfes war der Slogan des ehemaligen Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock "Weniger verwalten, mehr gestalten" gewesen. Vor allem die Entwicklung des Stadthafens, den Ausbau der Radwege und Bürgersteige sowie die Digitalisierung einer sozialen Stadt hatte sich der einstige Inhaber von Möbel Wikinger auf die Fahnen geschrieben.

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Madsen hatte sich am 16. Juni im zweiten Wahlgang bei einer Stichwahl mit 57,1 Prozent der Stimmen vor seinem verbliebenen Konkurrenten Steffen Bockhahn (Linke) durchgesetzt.