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Traditionell Rostock empfängt seine Gäste

Von Katrin Zimmer | 22.06.2018, 08:00 Uhr

38. Internationaler Hansetag im Barocksaal eröffnet.

Mit traditionellen Kostümen oder ganz klassisch im Anzug haben rund 250 Delegierte aus 115 Städten aus 16 Nationen sich gestern beim Empfang zum 38. Hansetag in Rostock getroffen. Wegen des drohenden Unwetters wurde auch die Eröffnung der viertägigen Veranstaltung vom Stadthafen in den Barocksaal verlegt. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und die Gäste trugen das schlechte Wetter mit Fassung und besannen sich mit dem traditionellen Glockenschlag auf die Bedeutung der Hanse.

„Das soziale Engagement und das wirtschaftliche Handeln sind die Tugenden der Hanse, die wir bis heute erhalten haben“, sagt Jan Lindenau, Vormann der Hanse. Der Lübecker betonte, dass immer neue Städte in den Bund eintreten wollen, zuletzt hätte Hannover angefragt. Auch Ministerpräsidentin Manuela Schweisg (SPD) betonte, dass gerade in Konfliktsituationen in Krisengebieten der Zusammenhalt des Hansebundes ein Vorbild sein könne.

Nach Rostock angereist waren Gäste aus anderen deutschen Hansestädten wie das Salzgrafenpaar Beate und Wolfgang Fleischer aus Halle an der Saale. „Wir besuchen gern unsere Partnerstädte der Hanse, wenn es wichtige Veranstaltungen gibt“, sagt Fleischer, der in Halle dem Hanseverein vorsitzt. Aus dem englischen King’s Lynn kamen Bürgermeister Nicholas Daubney und Gattin Cheryl. Sie hätten in zehn Jahren Hansetage besucht und viele tolle Städte gesehen, sagt er.

Oberbürgermeister Methling befand abschließend: „Es ist immerhin bestes Wetter zum Segeln.“