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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock Flucht aus Nervenklinik endet im Schlamm

Von Stefan Tretropp | 09.10.2019, 19:42 Uhr

Ein 18-jähriger Patient versinkt bis zum Hals und muss von der Feuerwehr gerettet werden.

Ein Patient der Rostocker Universitäts-Nervenklinik in Gehlsdorf hat am Mittwochnachmittag einen kurzen Freigang zur Flucht genutzt. Der 18-Jährige versank auf seinem Irrweg durch schlammiges Gelände im Morast und steckte bis zum Hals tief fest. Feuerwehr und Polizei mussten anrücken. Der Vorfall hatte sich nach Angaben der Polizei gegen 14.30 Uhr ereignet.

Wie der Patient später selbst angab, habe er den etwa zehnminütigen Freigang zur Flucht aus der geschlossenen Klinik genutzt. Ihm gelang es, das Gelände zu verlassen. Anschließend versuchte der junge Mann, in Richtung Recyclinghof Dierkow zu gehen - durch unübersichtliches Gelände mit schlammigem und moorigem Untergrund.

Hier brach der Patient schließlich im Boden ein und steckte bis zum Hals im Schlamm fest. Durch lautes Rufen und Winken wurden Mitarbeiter des angrenzenden Recyclinghofes auf ihn aufmerksam und verständigten umgehend die Rettungskräfte.

Wenig später rückten Polizei, Rettungsdienst und Berufsfeuerwehr an. Die Feuerwehrleute statteten sich mit Watthosen und Gummistiefeln aus, um zum 18-Jährigen zu gelangen. Nur mit der Hilfe von zwei größeren Leitern gelang es ihnen, an den 18-Jährigen heranzukommen und ihn aus dem Schlamm zu befreien.

Zwar erschöpft, ansonsten körperlich aber unversehrt, war er nach rund einer Stunde frei. Sanitäter und Polizisten kümmerten sich um den 18-Jährigen, der unterkühlt war, und legten ihm eine Wärmedecke um. "Ich hatte Todesangst", sagte er im Anschluss an die waghalsige Rettungsaktion.

Die Polizei brachte den Klinikpatienten wieder zurück in das Gehlsdorfer Krankenhaus.