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Rostock Rostock surft ab jetzt am schnellsten

Von Nicole Pätzold | 07.09.2011, 06:48 Uhr

Elf Jahre nachdem die Urbana Teleunion unter dem Namen Infocity ins Rostocker Internetgeschäft eingestiegen ist, hat die Firma nun einen wahren Infrastruktur-Quantensprung gemacht.

Gestern hat sie mit ihrem Partner Kabel Deutschland die Downloadgeschwindigkeit für den Internetzugang auf bis zu 100 Megabites pro Sekunde erhöht. Das entspricht mehr als dem Sechsfachen der bisherigen Geschwindigkeit von 16 Megabites pro Sekunde und ist das Doppelte der nur in einigen wenigen Stadtteilen schnellsten verfügbaren Geschwindigkeit.

Große Party am Steintor

Damit ist Rostock jetzt die einzige Großstadt in Deutschland, in der nahezu alle Einwohner die Möglichkeit haben, einen 100-Megabites-Hochgeschwindigkeits-Breitband-Anschluss zu nutzen. Rund 110 000 Haushalte in Rostock und Umgebung können ab jetzt mit Vertragsmodifikationen schnellstmöglich im Internet surfen. Bernd Huse und Dr. Jörg Pillath, die Geschäftsführer des Unternehmens, empfanden diesen technologischen Fortschritt als Anlass zum Feiern. Am Rostocker Steintor neben dem Infocity-Kundencenter kamen Firmenmitarbeiter, Kunden, politische Prominenz und Schaulustige bei einem Fest mit Musik der Berliner Band Brassappeal und dem Einmarsch der Rostock Griffins zusammen.

"Die Zeit ist längst reif für Hochgeschwindigkeitsinternet", sagte Huse in seiner Eröffnungsrede. Die Anzahl der internetfähigen Geräte in den Familien würde immer weiter anwachsen. Internetradios wären schon normal und selbst Kaffeemaschinen würden online gehen. Auch Aktualisierungen und das Herunterladen von Videos würden die höheren Bandbreiten einfach erforden. "Das Rostocker Kabelnetz ist eines der modernsten in Europa und bestens für die Übertragung großer Datenmengen ausgelegt", sagte Huse.

Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU) und Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) kamen ebenfalls zu dem Ereignis. Methling betonte, dass schnelleres Internet auch wichtig für die Infrastruktur der Stadt und damit auch ein wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von Privatpersonen und Gewerbetreibenden sei. "Es war vor wenigen Jahren noch nicht selbstverständlich, dass beim Thema Stadtentwicklung auch das World-Wide-Web eine Rolle spielt", sagte der Oberbürgermeister.

Symbolisches Breitband zerschnitten

Bürgerschaftspräsidentin Jens kann sich noch gut an frühere Zeiten erinnern, an langsamen Seitenaufbau. "Da konnte man zwischendurch shoppen gehen, bis sich mal eine Seite aufgebaut hat. Und heute geht nichts mehr ohne das Internet", sagte Jens. Symbolisch zerschnitt sie ein im Steintor gespanntes breites Band und gab damit das neue Hochgeschwindigkeitsinternet frei.

Jens bezog sich auch auf die Inschrift des Steintors "Sit intra te concordia et publica felicitas" - "In deinen Mauern herrsche Eintracht und öffentliches Wohlergehen". "Und dazu haben Sie beigetragen, dass Wohlstand bei uns Einzug hält", richtete die Bürgerschaftspräsidentin ihre Worte an die beiden Geschäftsführer der Urbana Teleunion.