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Rudern Marie-Louise Dräger holt den Titel

Von Peter Richter | 14.04.2019, 21:20 Uhr

Bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften in Köln gab es für die MV-Teilnehmer noch zweimal Silber und einmal Bronze.

Je einmal Gold und Bronze sowie zweimal Silber gab es für die MV-Elite-Ruderer bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln. Alle sechs sind bzw. bleiben im vorolympischen Jahr mit dem Höhepunkt Weltmeisterschaft vom 25. August bis 1. September in Linz Kandidaten für die Nationalmannschafts-Boote.

Überragend am Sonntag die für die Schweriner RG von 1874/75 startende Rostocker Leichtgewichts-Skullerin Marie-Louise Dräger, die in 7:55,55 Minuten für die 2000 Meter Gold vor Leonie Pieper (Düsseldorf/7:57,75) und Leonie Pless (Frankfurt am Main/ 7:57,79) klar machte: „Ich konnte mich der Attacken der anderen beiden erwehren. Zwar hatte ich auf den letzten 200 Metern Rückenschmerzen, konnte sie aber gut ignorieren. Ich bin gespannt, wie es jetzt weitergeht und mit wem ich Doppelzweier fahren darf.“

Eine große Überraschung war im Riemenbereich die Silbermedaille für den „Zweier ohne“ mit Christin Stöhner (Olympischer Ruder-Club Rostock) und Annabel Oertel (RC Potsdam) – nur Sophie Oksche/Alexandra Höffgen (Ingolstadt/Neuss) waren 4,5 Sekunden schneller. „Da ich nur wenige Tage Zeit hatte, mit meiner neuer Zweier-Partnerin zu trainieren, wussten wir nicht, was wir von dem Wettkampf erwarten können. Wir konnten uns aber von Rennen zu Rennen steigern und sind überglücklich, dass es sogar für eine Medaille gereicht hat“, so Christin. Frauke Hacker (ORC) wurde mit Katja Fuhrmann (Laubegaster RV Dresden) Zweite im B-Finale.

Achter-Weltmeister Hannes Ocik (Rostock/Schwerin) eroberte im „Zweier ohne“ mit Christopher Reinhardt (RV Dorsten) Bronze und meinte: „Wir lieferten uns einen Zweikampf mit Laurits Follert und Jakob Schneider (vom Crefelder RC 1883 bzw. RK am Baldeneysee Essen – d. Red.), den wir am Ende gewinnen konnten (6:45,45/6:47,80 – d. Red.). Am Ende ist alles optimal gelaufen.“ Den Titel holten zum dritten Mal in Folge Richard Schmidt (Trier) und Malte Jakschik (Castrop-Rauxel).

Skuller Stephan Krüger Frankfurter RG von 1869/ ORC) musste bei verletzungsbedingter Abwesenheit von Titelverteidiger Tim Ole Naske (RG Hansa Hamburg) die goldene Meisterkette mit Brillant-Stern um gut fünf Sekunden Favorit Oliver Zeidler (Donau-RC Ingolstadt) überlassen, erkämpfte jedoch wie im Vorjahr die Silbermedaille.

Alles andere als schlecht auch das Abschneiden von Julia Leiding (Rostocker Ruder-Club), die im Einer-A-Finale Fünfte wurde. Hier setzte sich Frieda Hämmerling (Rudergesellschaft Germania Kiel von 1882) durch.

Olympiastützpunkt-MV-Coach René Burmeister war rundum zufrieden: „Marie hat das mit ihren 38 Jahren von vorne nach Hause gefahren. Ich kann nur sagen: Ohne Worte. Hannes und Christopher zeigten vor allem auf den letzten 500 Metern eine starke kämpferische Leistung. Christin und Annabel sollten im Finale auf den zweiten 500 Metern mutiger fahren, haben das gemacht und sich dafür belohnt. Auch Frauke und Katja haben es sehr gut gemacht. Sie sind ja gerade erst zusammengewürfelt worden, haben gar nicht gemeinsam trainiert. Dafür schlugen sie sich wacker, verpassten das A-Finale nur um eine Sekunde. Für Julia war der Druck relativ hoch, aber sie hat einen klaren Kopf behalten und ihren fünften Platz aus dem Vortest bestätigt.“