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Rekordprojekt Rostocker singen gemeinsam für ihre Heimatstadt

Von Karsten Seifert | 16.07.2018, 12:00 Uhr

Hunderte stimmen bei „Rostock singt“ mit Chören bekannte Lieder an. Massenfoto hält Veranstaltung für die Ewigkeit fest.

Die Musiker stimmen noch ein letztes Mal ihre Instrumente, während das Gehlsdorfer Ufer immer voller wird. Einige Besucher zieht es noch schnell an die Getränkestände, um ihre Stimmen für den großen Auftritt zu ölen. Anlässlich des 800. Stadtgeburtstags haben sich Shantymusiker, Vereine und Chöre versammelt, um gemeinsam mit allen Rostockern für ihre Heimatstadt zu singen.

Textsicher gaben die Teilnehmer Lieder wie „Rostock unser Licht im Norden“ der Küstenband Spill oder Ständchen wie „Ich weit einen Eikbom“ lauthals wieder. Damit sich alle noch lange an diese Großveranstaltung erinnern, entstand ein großes Gruppenfoto aller Teilnehmer vor der Stadtsilhouette.

„Seit fast drei Jahren wurde diese Veranstaltung vorbereitet. Es war eine große Herausforderung, aber es ist definitiv mal etwas ganz anderes“, sagt Kirchenmusikdirektor Markus Johannes Langer, dem die künstlerische Leitung des Rekordssingens unterlag.

Mit anderen Besuchern zu musizieren und Spaß zu haben, das ließ sich das Ehepaar Kindel aus Rostock nicht zweimal sagen. „Wir singen sehr gerne, mögen unsere Heimatstadt und freuen uns einfach auf den Tag“, erzählt Ulrike Kindel freudestrahlend. „Der Teil des Mitsingens ist dabei das Schönste, wir freuen uns aber auch auf „Carmina Burana“ vom Opernchor des Volkstheaters“, ergänzt Ehemann Gerd. „Shantys mögen wir aber auch“, fügt er mit einem Lachen hinzu.

Das sieht Ulrike Ahlers ganz genauso, die dem Shantychor aus ihrem Wohnort Brinkum die Treue schwört. „Für mich vermitteln Shantylieder perfekt die Romantik der Seefahrt. Ich stamme selbst aus einer Seemannsfamilie, das verbindet eben.“

Keine besondere Vorliebe, sondern eher die musikalische Neugierde zog Eveline und Geralt Köppe nach Gehlsdorf. „Wir wohnen seit Oktober letzten Jahres in Rostock, sind Hobbymusiker und wollten einfach mal sehen, was uns unsere neue Heimat in diese Richtung so bietet“, erzählt Geralt Köppe. „Bisher sind wir vom Musikprogramm sehr angetan und bereuen unseren Umzug nicht“, fügt der ursprüngliche Sachsen-Anhalter mit breitem Grinsen hinzu. Höhepunkte der Veranstaltung waren schließlich das gemeinsame Singen am Ludewigbecken sowie das Höhenfeuerwerk.