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Norddeutsche Neueste Nachrichten Rostockerin will ihren Körper spenden

Von Juliane Augustin | 14.06.2013, 08:20 Uhr

Wenn Antje Sommer (50) stirbt, will sie ihren Körper von Gunther von Hagens plastinieren lassen.

Die Rostockerin ist als Körperspenderin registriert. "Nach dem Tod ist der Körper nur eine leblose Hülle. Diese kann man nutzen, um Menschen beim Verstehen zu helfen", sagt sie.

Die Entscheidung zur Körperspende fiel ihr leicht. Denn in ihrer Familie gibt es vier Mediziner und sie selbst ist gelernte Krankenschwester. Krankheiten, Tod und Sterben sind für Antje Sommer deshalb keine Tabu-Themen - und sie weiß, dass im Medizinstudium Leichen zum Sezieren benötigt werden. Ursprünglich wollte die 50-Jährige ihren Körper nach ihrem Tod deshalb dem Institut für Anatomie der Rostocker Universität für Studienzwecke zur Verfügung zu stellen.

Als sie aber das Museum von Gunther von Hagens, das so genannte Plastinarium, in Guben (Brandenburg) besuchte, änderte sie ihre Meinung. Fasziniert von der Plastination und den dort ausgestellten Körpern, entschied sie sich, Körperspenderin für die Ausstellungen zu werden. "Weil ich auch Organspenderin bin, ist meine Hemmschwelle sehr niedrig", sagt Antje Sommer. "Ich finde es gut, dass mich mein Organspendeausweis nicht von der Körperspende ausschließt."