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Instandsetzung Rostocks Kunst soll wieder glänzen

Von Katrin Zimmer | 04.05.2018, 08:00 Uhr

Denkmalamt stellt Maßnahmen zur Werterhaltung von 2018 bis 2020 vor. 163 000 Euro werden allein für Lichtenhäger Brink und Schmarler Landgang investiert.

Die Hansestadt schätzt ihre Künstler und deren Werke. So gibt es im Amt für Kultur und Denkmalpflege nicht nur eine eigene Zuständige für Kunst im öffentlichen Raum, Sarah Linke, sondern auch einen Topf für „Maßnahmen zur Werterhaltung“. Noch in diesem Jahr sollen für insgesamt 90 000 Euro die Glasmosaike im Wasserspiel auf dem Lichtenhäger Brink restauriert werden, auch die Projekte für 2019 und 2020 stehen bereits fest.

Lichtenhagens Mosaike werden restauriert

„Die Maßnahme soll nach der Kirschblüte beginnen und im Herbst abgeschlossen sein“, sagt Linke. Die sieben Glasmosaike von Annelise Zintler wurden 1978 auf dem Lichtenhäger Brink installiert und zwischendurch lediglich notdürftig mit „Baumarktfliesen“ geflickt. Jetzt sollen sie von Restaurator Jörg Schröder wieder in einen Top-Zustand gebracht werden. Dafür investiert die Stadt 47 000 Euro, weitere 43 000 Euro sind Fördermittel des Landes. Eine Investition, die sich lohnt, finden Stadt und Land, denn: „Diese Glasmosaike haben Seltenheitswert“, sagt Sarah Linke.

Neue „Seemänner“ für Schmarl

Auch für die kommenden Jahre stehen – in Absprache mit Kulturamtsleiterin Michaela Selling und Oberbürgermeister sowie Kultursenator Roland Methling (parteilos) – die nächsten Restaurierungen fest: „2019 sind die Terrakotta-Figuren von Reinhard Dietrich, die immer im Schmarler Landgang standen, dran“, erklärt Kunstexpertin Linke. Dafür seien 73 000 Euro aus dem städtischen Haushalt veranschlagt – ohne Fördermittel. Ob die verbliebenen vier von ursprünglich fünf Skulpturen im Anschluss wieder im 2019 planmäßig von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) sanierten Schmarler Landgang aufgestellt werden, ist allerdings fraglich. Das Problem: Die Terrakotten sind in der Vergangenheit durch Vandalismus massiv in Mitleidenschaft gezogen worden. „Wir denken allerdings, dass, wenn die baufällige Ruine, die dort jetzt noch steht, aber abgerissen werden soll, der Park auch etwas ruhiger wird“, schildert Linke. Derzeit ist Dietrichs Terrakotta-Figurengruppe „Heimkehr des Seemanns“ bei Bastian Hacker eingelagert.

Brinckmanbrunnen sprudelt wieder

Eine gute Nachricht hat Linke auch für die Brinckmansdorfer: Nachdem die Bürgerschaft im März zugestimmt hat, den Brunnen von Paul Wallat am Weißen Kreuz zu sanieren, soll der 2020 in Angriff genommen werden, um pünktlich zum 100. Geburtstag des Stadtteils 2021 wieder in neuer Aufmachung zu sprudeln. Im Zuge der Modernisierung muss auch der gesamte Platz erneuert werden. Angeregt hatten die Brinckmansdorfer die Sanierung des Wasserspiels schon vor mehr als zehn Jahren.