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ABC-Schützen Rostocks Schulen: Es geht wieder los

Von CMIL | 29.08.2015, 06:00 Uhr

Stadt verzeichnet in diesem Jahr 1380 Einschulungen. Zuckertütenfest im Zoo lädt zum Feiern ein.

In den kommunalen Grundschulen starten am Montag 1380 Abc-Schützen ihre Schullaufbahn. So viele Schulanfänger gab es seit Ende der 90er-Jahre nicht mehr. Zum Vergleich: Während die Anzahl der Erstklässler im Schuljahr 1995/96 noch bei knapp unter 3000 lag, waren es drei Jahre später weniger als die Hälfte (1147). Der Negativrekord wurde 2002/03 erreicht, als lediglich 875 Kinder eingeschult wurden.

Auch insgesamt geht die Trendkurve hinsichtlich der Schülerzahlen nach oben. So werden im kommenden Schuljahr 13 730 Kinder in den allgemein bildenden Schulen unterrichtet. Das sind 284 mehr als im Vorjahr. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagt Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke). Dies gilt auch für die Schulen in freier Trägerschaft, in denen ab Montag insgesamt 4117 Schüler unterrichtet werden – 169 mehr als im Vorjahr. Eingeschult werden hier 270 Kinder.

Laut Bockhahn bietet Rostock besonders gute Bedingungen, was den Zustand der Gebäude anbelangt: „Als kreisfreie Stadt gehen wir mit außerordentlich gutem Beispiel voran.“ Alle laufenden Bauarbeiten, ob Sanierung oder Nachbesserung, seien in den Sommerferien erledigt worden.

Seit 1990 wurden insgesamt 250 Millionen Euro in die Sanierung der Schulen gesteckt. Dass trotzdem noch viel zu tun ist an den insgesamt 63 Schulgebäuden in Rostock, steht für Sigrid Hecht, Leiterin des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE), außer Frage: „Die Schulen, die Anfang der 1990er-Jahre saniert wurden, entsprechen heute schon nicht mehr den gängigen Anforderungen, gerade was Barrierefreiheit anbelangt.“

Der KOE hat für dieses Jahr noch 20 Einzelmaßnahmen im Bereich Schule in seinem Wirtschaftsplan. Dieser sei jedoch noch nicht bestätigt, da der Haushalt der Stadt noch nicht offiziell bestätigt ist, sagt KOE-Chefin Sigrid Hecht. Fest stehe aber, dass alles fertig werde, was begonnen wurde. „Ende des Jahres sind wir dann hoffentlich in der Lage, Pläne für 2016 zu machen“, so Hecht.

Trotz der vielen positiven Entwicklungen kommen im Bereich Schule in Zukunft noch große Herausforderungen auf die Stadt zu. Vor allem die steigenden Flüchtlingszahlen erfordern Handlungsbedarf. „Für 2016 rechnen wir mit etwa 500 Kindern und Jugendlichen“, sagt Steffen Bockhahn. Die Frage danach, ob sie auch in den Schulbetrieb integriert werden, stelle sich nicht. „Alle Menschen, die in dieser Stadt leben und nach dem Gesetz schul- oder berufsschulpflichtig sind, werden auch beschult“, so der Senator. Das sei auch eine massive Herausforderung, vor allem im Bereich Personal. Diesbezüglich würden bereits Gespräche mit dem Landesschulamt laufen. Eine besondere Schwierigkeit ergebe sich daraus, dass nicht planbar ist, ob die erst einmal eingeplanten Schüler auch das ganze Jahr über in Rostock bleiben werden.

Generell werde die Stadt unbedingt darauf achten, dass die Schüler aus Flüchtlingsfamilien auf alle öffentlichen Schulen der Hansestadt verteilt werden.

ZuckertütenfestimZoo
:Nach der Einschulung wird gefeiert

Lesen, Schreiben, Rechnen, Turnen, Malen, Singen – am Montag geht es endlich los. Dann treten die sechsjährige Rosa und 1380 Rostocker Kinder ihren ersten Schultag an. Heute werden die Erstklässler eingeschult. Darauf und auf eine prall gefüllte Schultüte freut sich Rosa schon lange. Ein bisschen lesen, ihren Namen und ein paar andere Wörter kann sie schon schreiben, erzählt Rosa. Ihre Einschulung feiert sie heute mit den Lamas und anderen Tieren beim Zuckertütenfest im Zoo, denn dort tritt ihr Papa Arne Feuerschlund mit seinem Kinderprogramm auf. Auch die NNN sind zwischen Ponyreiten, Basteln und Kinderschminken beim Fest dabei.

Das Programm:

• 13 und 14 Uhr: Puppenbühne Kleines Theater

• 13.45 Uhr: Vorführung Aikido Schule • 14.40 Uhr: Tierschau • 15.30 Uhr: Tanzgruppe Perlen aus Groß Klein

• 16.30 Uhr: Arne Feuerschlund