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Zwergantilopen Rostocks Zoo bekommt Dikdik-Zuwachs

Von NNN | 04.08.2018, 16:00 Uhr

Mit den afrikanischen Zwergantilopen Tan und Sophie zieht eine neue Art ein. Tiere sind extrem scheu, aber Vielfresser.

Der Rostocker Zoo ist um eine Attraktion reicher. Mit Tan und Sophie sind die ersten Dikdiks auf das Gelände gezogen. Die beiden afrikanischen Zwergantilopen sind äußerst scheu und können schnell rennen – eine Eigenschaft, die den Tieren in freier Natur hilft. Denn die nur 50 bis 70 Zentimeter großen und zwischen drei und sieben Kilogramm schweren Exemplare stehen auf dem Speisezettel vieler gefräßiger Räuber.

In ihrem Gehege auf der historischen Huftieranlage im Zoo sind die beiden Dikdiks aber sicher. Dennoch müssen Besucher viel Geduld mitbringen, um die scheuen Neuzugänge zu entdecken. „Dikdiks sind von Natur aus extrem scheu“, sagt Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „Bei der kleinsten Störung laufen sie panikartig in einem Zickzackkurs davon, wobei sie einen lauten Alarmruf von sich geben.“ Dikdiks bewohnen trockene Steppen und Halbwüsten Ostafrikas, vorrangig in Eritrea, Somalia, Tansania und Namibia und sind dort weit verbreitet. Das in Somalia lebende Silberdikdik gilt als gefährdet. Die Bezeichnung „Dikdik“ stammt von dem typischen pfeifenden Alarmruf auf ihrer Flucht, der in etwa wie „dsik-dsik“ klingt.

Weibchen Sophie ist bereits Ende Mai aus Hannover nach Rostock umgezogen, erklärt Zimmermann. „Im August wird die junge Dame ein Jahr alt“, sagt sie. Partner Tan wechselte dann Ende Juni aus Leipzig in die Hansestadt. Er ist sechs Jahre alt. Im Gegensatz zu anderen Antilopen leben Dikdiks in Paaren, die ein Leben lang zusammenbleiben.

Es gibt vier Arten von Dikdiks, die beiden Neu-Rostocker gehören zu den Kirk-Dikdiks. Weitere Arten sind das Eritrea-Dikdik, das Silberdikdik und das Günther-Dikdik. Je nach Art schwanken Kopfrumpflänge, Schulterhöhe und Gewicht. Die Oberseite ist grau oder hellbraun gefärbt, die Unterseite grau oder weiß. Nur die Männchen tragen spießartige, nach hinten gerichtete Hörner.

Als nacht- und dämmerungsaktive Tiere leben Dikdiks in der Natur von Laub und Gräsern, nehmen aber auch Früchte, Schoten und Blüten zu sich. Laut Aussage der Tierpfleger ist es schon erstaunlich, wie viel die Dikdiks bei ihrer kleinen Statur vertilgen können. Im Zoo erhalten Tan und Sophie viel Gemüse und Obst, aber auch Strukturfutter mit Haferflocken und Mais.