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Rück- und Ausblick Kurs auf Goalball-EM und Tokio 2020

Von Lennart Stahlberg | 20.01.2019, 16:40 Uhr

Beim Neujahrsempfang ehrte der Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport MV die Leistungen seiner Athleten.

Das erste Mal unter der offiziellen Bezeichnung Neujahrsempfang sind am Sonnabend zahlreiche Athleten, Trainer, Partner und Förderer des Verbandes für Behinderten- und Rehabilitationssport MV (VBRS) im Rostocker Radisson Blu Hotel zusammengekommen. Nicht nur die Akrobaten des SV Warnemünde und der Stepptänzer David Bauer vom Rostocker Volkstheater heizten den Gästen mit ihren Auftritten ein. Es waren vor allem auch die Gedanken an die Paralympics 2020 in Tokio und die Goalball-EM im Oktober diesen Jahres in der Rostocker Stadthalle, die die Sportlerherzen gemeinschaftlich zum Brennen brachten.

Cheforganisator der Goalball-Europameisterschaft Reno Tiede zeigte sich voller Vorfreude auf das bevorstehende Großevent: „Wir wollen mit der EM nicht nur im Goalball neue Maßstäbe setzen, sondern auch für Rostock. Denn ich sehe da auch eine gesellschaftliche Verantwortung bei uns. Und wenn die Finalspiele im Fernsehen übertragen werden, wollen wir keine leere Halle. Wir wollen uns als Sportstadt präsentieren.“ Und auch die Vorbereitungen für die Paralympischen Spiele 2020 biegen auf die Zielgerade ein. Mit dem Projekt „Wir in Tokio“ will der VBRS Topathleten auf ihrem Weg nach Tokio unterstützen und langfristig Sporttalente in einem Perspektivteam fördern.

Trotz all den nach vorne gerichteten Blicken durfte aber auch ein Rückblick auf da vergangene Jahr nicht fehlen. „In 2018 ist es schwierig, etwas besonders herauszustellen, aber wir sind stolz auf die Bilanz. Da glaubt man fast, jemand hätte sich vertippt“, sagte Friedrich Wilhelm Bluschke, Präsident des VBRS. „Bei internationalen Meisterschaften haben unsere Sportler viermal Gold, sechsmal Silber und dreimal Bronze geholt. Bei deutschen Meisterschaften waren es in neun Sportarten 27 Gold-, zwölf Silber und 15 Bronzemedaillen.“ Zusammen seien das über 50 Medaillen, hinter denen viel Aufwand und Herzblut stecke.

Aus Rostocker Sicht hallte besonders der Name Denise Grahl, Paraschwimmerin vom Hanse-Schwimmverein, klangvoll durch den Saal. Sie wurde von Ute Schinkitz, Cheftrainerin des deutschen Behindertensportverbandes im Paraschwimmen, zur besten Nachwuchssportlerin 2018 ausgezeichnet. Ebenso schafften es ihre jüngeren Vereinskolleginnen Katherina Rösler und Neele Labudda ins Perspektivteam des VBRS. Zahlreiche Spieler des Rostocker Goalball Club Hansa kamen zudem in den Landeskader.