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Rostock Sanierung für Societäts-Gebäude geplant

Von NICP | 17.05.2018, 21:00 Uhr

Denkmalgeschütztes Haus soll für 13 Millionen Euro zu altem Glanz kommen.

Die Stadt will das Gebäude in der August-Bebel-Straße 1 sanieren. Das hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) in der Bürgerschaftssitzung am Mittwoch verkündet. „Wir haben vorsorglich 15 Millionen Euro in die Planung mitaufgenommen“, so Methling – 13 Millionen für die Sanierung, zwei für die inhaltliche Ausgestaltung.

Die Societät sei „das letzte in der Verantwortung der Stadt und unter Denkmalschutz stehende Gebäude in der Hansestadt, dem anzusehen ist, dass wir es ein wenig vernachlässigt haben“. Es sei zugunsten der Kunsthallen-Sanierung und des Schaudepots zurückgestellt worden und solle nun aber wieder auf den engeren Plan rücken.

Genutzt werden könnte und solle es für eine stadtgeschichtliche Ausstellung, so Methling. Das hatte unter anderem der Kulturausschuss gefordert. Denkbar sei für diesen auch „ein Haus des Buches unter Einbeziehung der Uwe-Johnson-Stiftung“, sagte Mitglied Henning Wüstemann (Grüne). Eine Option, die auch Methling sieht, zumal die sich an der Sanierung mitbeteiligen könnte. Stadtgeschichte könnte im 4100 Quadratmeter großen Haus dennoch gezeigt werden und auch im Archäologischen Landesmuseum, das perspektivisch am Stadthafen entstehen soll. „Wenn ein Tourist nach Rostock kommt“, begründete Wüstemann, werde er sich ein Highlight der Museumslandschaft aussuchen „und dann bestimmt das Archäologische Landesmuseum“. Für ihn ein Grund, das Thema auch dort zu zeigen. Das kann sich auch Methling sehr gut vorstellen. Erst Montag habe es Gespräche gegeben, ob im Archäologischen Museum nicht 500 bis 1000 Quadratmeter für eine Präsentation und weitere 500 für Sonderausstellungen vorgehalten werden könnten.

UFR-Fraktionschef Malte Philipp plädierte dafür, zunächst der Investition zuzustimmen und Inhalte später festzulegen, „um nicht möglicherweise offene Türen zuzuschlagen“. Die Bürgerschaft votierte dafür, das Gebäude in die Liste der Investitionsmaßnahmen für 2020 bis 2029 aufzunehmen. Zudem wird der OB beauftragt, bis Oktober einen Vorschlag für die kulturelle Nutzung und zur Finanzierung der Investitions- und Betriebskosten vorzulegen.