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Rostock Schlepper ist da - Eisbrecher bleibt

Von Dana Bethkenhagen | 09.11.2012, 06:32 Uhr

Das geplante Auslaufen des Eisbrechers "Stephan Jantzen", der mittlerweile als Motoryacht "König Ludwig II.

von Bayern" im Schiffsregister geführt wird, verzögert sich weiter. Gestern hat Hafenkapitän Gisbert Ruhnke beschlossen: "Das Schiff bleibt liegen." Zwar seien die ausstehenden Liegeplatzgebühren und auch die Stromkosten mittlerweile beglichen, jedoch würden die Dokumente zum Auslaufen fehlen.

Gestern Vormittag sah zunächst noch alles danach aus, als würde das Schiff den Hafen bald verlassen. Der Schlepper "World Tug 1" hatte gegen 9.30 Uhr im Rostocker Stadthafen direkt vor dem außer Dienst gestellten Eisbrecher festgemacht. Die Besatzung des Schleppers wusste zu dem Zeitpunkt selbst nicht, wann sie in Aktion treten kann. Schiffseigner Kai Gunther Lehmann erklärte: "Die Wassertiefe ist derzeit zu gering zum Fahren. Es fehlen etwa 20 Zentimeter." Ruhnke hingegen berichtete, dass das Schiff vorerst liegen bleiben muss, weil die nötigen Dokumente zum Auslaufen fehlen. "Erst wenn mir alle Papiere vorliegen, darf er fahren", sagt Ruhnke. Wann das der Fall sein wird, sei unklar.

Die Streitigkeiten um das Geld sind mittlerweile beigelegt. Seit der bisherige Betreiberverein im Juli vom Schiff geschickt wurde, sind Kosten für den Liegeplatz, Strom und Bewachung aufgelaufen. Lehmann wollte dafür lange nicht aufkommen. Gestern teilte er mit, dass er den offen Betrag bezahlt hat. "Insgesamt etwas mehr als 9800 Euro", so Lehmann. Hafenkapitän Ruhnke bestätigt den Zahlungseingang: "Sämtliche Kosten für den Zeitraum vom 24. Juli bis 9. November 2012 hat Herr Lehmann persönlich beglichen."