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IGA-Park Lichtklangnacht pausiert 2019

Von Claudia Labude-Gericke | 04.11.2018, 20:14 Uhr

IGA-Park-Chefin Kathrin Möller plant für den Sommer 2019 neue Veranstaltungen und setzt auf Austausch mit den Nachbarn.

Die Pläne der aktuellen IGA-Park-Verantwortlichen für 2019 sind bereits jetzt viel weiter, als der Online-Veranstaltungskalender vermuten lässt. Während auf der Park-Webseite für kommendes Jahr bisher nur ein Konzert im Juli steht, läuft der Vorverkauf für Mark Forster, Roland Kaiser, Helge Schneider, eine Schlagerparty und die Pyro Games im Schmarler Park.

Eine Veranstaltung wird dagegen definitiv 2019 nicht im Plan auftauchen: „Die Lichtklangnacht macht kommendes Jahr eine kreative Pause“, sagt Kathrin Möller, Interimschefin der IGA GmbH. Das Open-Air-Erlebnis für die ganze Familie, bei dem der Park in den verschiedensten Farben erstrahlte und es dazu Elemente von Tanz, Musik und Akrobatik gab, soll nach zwölf Jahren überarbeitet werden. Zusammen mit Matthias Horn, dem zweiten derzeitigen IGA-Chef, hat Kathrin Möller aber schon Alternativen in petto. „Ich denke für den Sommer an eine Schmarler Nacht, eine maritime Meile oder eine Veranstaltung nachts am Wasser“, sagt sie. Mit der geplanten Öffnung der Zäune und dem Wegfall des Eintritts für den Park, die im Januar in Kraft treten sollen, ergeben sich neue Möglichkeiten für Veranstaltungen.

Deshalb hatte die Leiterin des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums jetzt Nachbarn und engagierte Vertreter von Vereinen oder Ortsbeiräten zu einem Ideen-Workshop eingeladen. Gemeinsam sollte beraten werden, was entlang des dann vom Hundsburg-Park bis zum Tradi durchgängig begehbaren Warnowufers in Schmarl umsetzbar wäre. „Dieses Areal hat nicht nur Potenzial für den Sonntagnachmittagsspaziergang“, sagt Kathrin Möller. Als sie im Sommer im Fährhaus Schmarl gesessen hätte, in dem die Schokoladerie Deprie eine Rösterei mit Café betreibt, sei ihr aufgefallen, was der Bereich für ein Filetstück sei, das es weiterzuentwickeln gelte. „Es gibt – nicht nur für Rostocker – eine Alternative zum überfüllten Warnemünde. Wir müssen nur etwas dafür tun, dass die Menschen das bemerken“, so die Museumsleiterin.

Grundsätzlich gelte es aber bei allen Ideen, die Anlieger einzubeziehen. Peter Neumann vom Jugendschiff „Likedeeler“ zum Beispiel wies darauf hin, dass zu einer Entwicklung vor allem auch die Verbesserung der Erreichbarkeit des Geländes gehört – von der Ausschilderung bis zum Nahverkehr. So würde der Bus aktuell nur vom Bahnhof Lütten Klein zum Schmarler Ufer starten, was die Anwohner der benachbarten Wohngebiete, die kein Auto haben, ausschließt.

Unternehmer Ullrich Deprie bat bei aller Begeisterung darum, es vor Ort mit Veranstaltungen nicht zu übertreiben, um den Wert des Geländes für die Naherholung zu erhalten. „Das ist das letzte richtige grüne Stück von Rostock“, so Deprie. Die Öffnung der Zäune zum Park begrüßte er aber ausdrücklich.

„Es wird nicht so sein, dass wir hier jede Woche Veranstaltungen haben“, erklärte Kathrin Möller. Dennoch müsse man für das Gelände werben – und das ginge am besten mit vereinzelten Höhepunkten. Welche das sein könnten und was sich kulturell oder sportlich entlang der Schmarler Meile anbietet, das soll spätestens ab Anfang 2019 in verschiedenen Arbeitsgruppen besprochen und geplant werden – und das laut der Museumsleiterin nicht als, sondern ergänzend zum Nachnutzungskonzept für den IGA-Park.