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Rostock Schön und pflegeleicht

Von Rebekka Poesch | 13.05.2011, 07:11 Uhr

Katzenminze und Schwertlilien, Ziersalbei und Storchschnabel, Wiesenraute und Rittersporn sollen künftig den Garten von Familie Schwarze/Wiencke in Langenort zieren.

Das haben die Gewinner der NNN-Aktion "Einsatz in vier Hecken" diese Woche bei ihrem Besuch bei Blumen Kölzow entschieden. "Mir ist wichtig, dass die Pflanzen pflegeleicht sind, da wir wenig Zeit haben", sagt Isrun Wiencke. Außerdem sollen sie schön blühen und unterschiedlich hoch wachsen. Was die Farbgestaltung angeht, ist sie offen. Da vertraut sie auf Landschaftsarchitektin Birgit Schrenk. Die sagt: "Wir wollen bei weiß, blau, rosa bleiben." Der Garten soll zu einem Meer aus Stauden werden, aus dem Rosen herauswachsen. Dabei ist der Planerin wichtig, dass das Wellenthema fortgesetzt wird: Genauso wie die Pflasterflächen in Wellen angelegt werden, sollen auch die Stauden in Wellen angepflanzt werden.

Ein Spiel mit Blatt- und Blütenformen

Eine Welle bildet die Katzenminze, die breit wird und ineinander wächst. "Sie ist unser Lavendelersatz, denn Frau Wiencke mag den Geruch von Lavendel nicht", sagt Schrenk. Die Blütenfarben beider unterscheiden sich kaum voneinander. Für eine weitere Welle haben sich die Gartenbesitzer eine spezielle Sorte der Schwertlilie ausgesucht, die im Laufe der Zeit verwildert. "Mit ihren grasartigen Blättern bringen wir Grascharakter rein", sagt die Gartenplanerin. Die Blüten der Staude sind weiß und haben einen gelben Punkt in der Mitte. Beim Ziersalbei hat sich die Familie für eine rosa- und eine violettfarbene Sorte entschieden. Seine Blüten sind kerzenförmig. "Und wenn er zurückgeschnitten wird, blüht er das ganze Jahr", sagt Schrenk. Der Storchschnabel soll ebenfalls in zwei Farben angepflanzt werden - eine Welle soll blau, eine rosa werden. Die Blätter des Korbblütlers sind ganz fein und gezahnt. "Wir spielen mit Blatt- und Blütenformen", sagt die Planerin.

Zur Auflockerung der Wellen sind Solitärstauden für den Garten von Familie Schwarze/Wiencke vorgesehen. "Sie zeichnen sich durch ihre auffälligen und prachtvollen Blüten aus", erläutert Gartenbauingenieurin Irene Kölzow. Deshalb sei es wichtig, immer nur eine Sorte und eine Farbe zu gruppieren. Alles andere wirke nicht. Wiencke entscheidet sich schließlich für den Rittersporn - mal gefüllt und mal ungefüllt, mal tiefblau und mal hellblau. "Da holen Sie sich aber ein Gießmittel zum Eindämmen von Wurzelkrankheiten", rät die Expertin. Außerdem fällt die Wahl der "Einsatz in vier Hecken"-Gewinner auf die Wiesenraute - mit ihren tief lilafarbenen zarten Blüten und kleinen runden Blättern. Nach Schrenks Plänen sollen die Stauden im Herbst dann noch durch Zwiebelpflanzen ergänzt werden. Und auch Gräser würde die Planerin gern im Garten wachsen sehen - passend zum maritimen Flair. Doch: "Bei den Gräsern gibt es in diesem Jahr Probleme", sagt Kölzow. "Denn der Ausfall durch Frost ist groß." Deshalb beschränkt sich die Auswahl auf Chinaschilf und Blaustrahlhafer auf den Schotterflächen sowie Pfeifengras an den dunkleren Stellen.

Versenkregner und Tropfrohre vorgesehen

Nachdem die Auswahl der Pflanzen bei Blumen Kölzow abgeschlossen ist, macht sich Familie Schwarze/Wiencke auf den Weg nach Hause. Dort erwartet sie schon Martin Wahl, der sich der Bewässerungstechnik im Gewinner-Garten annimmt. "Wir wollen eine automatische Bewässerung", sagt der Experte. So soll der Rasen mit Versenkregnern versehen werden, die aus der Erde rauskommen. Im Bereich der Pflanzen sollen hingegen Tropfrohre installiert werden. "Wir wollen das Wasser an der Wurzel haben", sagt Wahl. Das mache sich gerade bei Trockenheit bemerkbar. Der Plan des Bewässerungstechnikers ist es, in der Zisterne im Garten eine Pumpe anzubringen und so das Regenwasser zu nutzen. Darüber hinaus soll auch noch eine Frischwasser-Quelle angezapft werden. Schließlich sei Regenwasser nur begrenzt vorhanden, so Wahl. "Und wir müssen dafür sorgen, dass immer Wasser da ist."