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Rostock historisch Schulneubau diente als Lazarett

Von NNN | 09.02.2019, 18:00 Uhr

Augustenschule wuchs stark und benötigte einen neuen Sitz. 1915 wurde der Neubau gleich umfunktioniert.

Erst im Zuge der Nachkriegsordnung des Areals vor dem Kröpeliner Tor entstand der das Foto aus dem Jahre 1958 dominierende gepflasterte Straßenzug. Er diente der Anbindung der (neuen) Langen Straße an den Schröderplatz. Heute trägt er den Namen Beim Grünen Tor und hat sich zu einer vierspurigen Magistrale mit einem Doppelgleisbett für die Straßenbahn gemausert. Der ursprünglich in der Wokrenter Straße ansässigen Augustenschule errichtete man in der Straße Bussebart 10 im Jahre 1857 ein Schulgebäude.

Die Schülerzahlen stiegen rasant. 1890 wurden dort bereits mehr als 1100 Kinder in insgesamt 21 Klassen unterrichtet. Deshalb musste ein Neubau her, der auf dem Foto in der Bildmitte zu sehen ist. Nach Abriss des alten Schulgebäudes wurde er im Juni 1913 an gleicher Stelle errichtet und am 1. Februar 1915 seiner eigentlichen Bestimmung als Ort des Lernens übergeben. Schon im November desselben Jahres mussten die Schüler allerdings wieder weichen, denn der Erste Weltkrieg warf seine langen Schatten auch bis nach Rostock. Das Gebäude wurde nun als Lazarett für an der Front verwundete Soldaten genutzt.