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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock Schwanenfamilie hält Polizei auf Trab

Von Stefan Tretropp | 10.06.2017, 11:48 Uhr

Unter Polizei- und Feuerwehrschutz zum Schwanenteich: 10-köpfige Schwanenfamilie behindert S-Bahn-Verkehr

Solch niedliche Bilder gibt es nicht alle Tage: In Rostock hat am Sonnabendvormittag eine zehnköpfige Schwanenfamilie Polizei und Feuerwehr auf Trab gehalten. Die zwei Elterntiere sowie die acht süßen Gössel wurden im Beisein von Feuerwehrleuten und Polizisten zurück zum Schwanenteich begleitet.

Der ganze Vorfall hatte am Vormittag am S-Bahn-Haltepunkt Holbeinplatz seinen Anfang gefunden. Dort wurde der Bundespolizei plötzlich eine im Gleisbett sitzende Schwanenfamilie gemeldet. Die Polizisten veranlassten sofort eine Sperrung des Bahnverkehrs, um die Tiere nicht zu gefährden, zudem wurde die Berufsfeuerwehr hinzugezogen.

Es gelang den Rettern, die Schwäne aus dem Gefahrenbereich der Gleise zu vertreiben. Danach schloss sich eine fast 45 Minuten lange Tortur durch die angrenzende Schweriner Straße an. Mit Schlingen, Keschern und sogar Besen trieben die Einsatzkräfte die Schwäne liebevoll vor sich her - in Richtung des rund drei Kilometer entfernten Schwanenteiches. Polizisten und Feuerwehrleute hatten sich dabei um die watschelnde Horde versammelt, um ein weiteres Ausbrechen zu verhindern. Um die acht Gössel und die Eltern sicher über die vierspurige Hamburger Straße zu geleiten, musste diese kurzzeitig voll gesperrt werden.

Die Geschichte hatte ein Happyend: Denn wenig später fanden die Schwäne den Weg zurück in ihren "Heimathafen", den Schwanenteich. Das laute Schnattern zum Schluss dürfte wohl frei übersetzt ein besonderer Dank an die Retter gewesen sein.