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Peter Vollmann nahm nächsten Gegner Düsseldorf unter die Lupe Schwierig, aber nicht aussichtslos

Von André Gericke | 19.10.2011, 07:31 Uhr

Spielbeobachtung ist Chefsache: Hansa-Trainer Peter Vollmann sah sich am Montag das Spitzenspiel zwischen dem FC St. Pauli und Fortuna Düsseldorf live am Stadion am Millerntor an.

In dieser Woche war die Spielbeobachtung Chefsache. Hansa-Trainer Peter Vollmann sah sich am Montagabend das Spitzenspiel der
2. Fußball-Bundesliga zwischen dem FC St. Pauli und Fortuna Düsseldorf (1:3) live am Stadion am Millerntor an. Und Rostocks Coach war beeindruckt vom Auftritt der Rheinländer, morgen (18 Uhr) nächster Auswärtsgegner des ostdeutschen Traditionsklubs. „Die Düsseldorfer haben völlig verdient gewonnen. Sie agierten sehr aggressiv, gut organisiert, kämpferisch und nervenstark agiert, hatten zudem drei, vier überragende Leute auf dem Platz. Bei der Fortuna stimmt die Mischung zwischen individueller Klasse und mannschaftlicher Geschlossenheit. Gegen solch eine Truppe ist es ganz schwer zu gewinnen“, erklärt der 53-Jährige.

Saisonübergreifend sind die Rheinländer seit 19 Pflichtpartien ungeschlagen. Dennoch zeigt sich der Fußball-Lehrer trotzig. „Wir dürfen uns davon nicht zu sehr beeinflussen lassen und müssen eine mutige Einstellung auf den Platz bringen. Es ist ja nicht gesagt, dass Düsseldorf kein Spiel mehr verliert. Auch solch einen Gegner kann man auf dem falschen Fuß erwischen. Sonst bräuchte man doch gar nicht mehr hinzufahren“, sagt Vollmann.

Er will den Schwung des Erfolges gegen den TSV 1860 München (2:0) nutzen. „Für uns ist es Spiel eins nach unserem ersten Sieg. Es geht um eine Menge. Auch dort gibt es drei Punkte. Wir werden alles, was wir in unserem Patronengürtel haben, benutzen, um erfolgreich zu sein. Wir haben nichts zu verschenken und wollen für uns das positivste Ergebnis erzielen, was möglich ist. Eine klare Niederlage wäre für mich ein richtiger Dämpfer. Aber ich bin überzeugt, dass das nicht passieren wird“, so ein energischer Rostocker Coach.

Ein Rezept hat er auch schon parat: „Wir dürfen uns in keinem Fall erdrücken und unsere Qualität nach vorne absterben lassen. Zudem müssen wir unsere Fehlerquote bei Ballbesitz gering halten und uns aus der eigenen Hälfte befreien. Gelingt uns das, können wir auch Nadelstiche setzen.“

Taktisch wird Vollmann wohl erneut auf ein 4-3-3-System setzen. „Ich denke, dass wir damit auch auswärts am besten zurechtkommen. Der entscheidende Faktor wird am Ende jedoch unsere mentale Stärke sein. Es ist eine schwierige Aufgabe, aber keine aussichtslose.“

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Mintál fehlt weiter: Marek Mintál (im Aufbau nach Adduktoren- und Bauchmuskelverletzung) wird auch morgen in Düsseldorf nicht zum Kader gehören. „Ich habe kein Signal von Marek erhalten, dass ich mit ihm planen kann. Im Training sieht man, dass er sich bei Zweikämpfen noch ein bisschen zurückhält. Ich denke, dass er erst im nächsten Heimspiel zum Einsatz kommen wird“, erklärte FCH-Trainer Peter Vollmann.

Geringe Chance bei Pelzer: Nur bei 10 Prozent liegt derzeit die Chance auf einen Einsatz von Kapitän Sebastian Pelzer beim morgigen Auftritt bei der Fortuna. „90:10 Prozent ist er nicht dabei. Ein Pferdekuss beinhaltet ja immer die Möglichkeit, dass er ausgewechselt werden muss, wenn er wieder einen Schlag auf die Stelle bekommt. Zudem lebt Sebastian von seiner Fitness“, so Vollmann, der aber wieder mit Peter Schyrba (Sprunggelenk), Tobias Jänicke (Rücken) und Dominic Peitz (eingeklemmter Nerv) planen kann.