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Schwimmen Laura Kienapfel in drei B-Finals vertreten

Von Bernd-Dieter Herold | 17.11.2019, 19:49 Uhr

Für sie und Emilia Wandel gab es bei den Kurzbahn-DM Bestzeiten. Auch die Rostocker Para-Sportler überzeugten.

Lady-Power bei den Deutschen Kurzbahn-Schwimm-Meisterschaften in Berlin. Juniorin Laura Kienapfel (Jahrgang 2002) und die den JEM-Jahrgängen 2003/04 angehörende Emilia Wandel (2003) schafften zwar in sieben Disziplinen erwartungsgemäß nicht den Einzug in die A-Finals, aber mit Bestzeiten die Teilnahme an den B- und C-Endläufen. Da auch Leon Irmer (2002/ alle SV Olympia) und Felix Neumann (2003/SC Empor 2000) dieser Sprung in drei Fällen gelang, konnte Landestrainer Maik Michalski „mit dem Auftritt des Quartetts auf der 25-Meter-Bahn zufrieden“ sein: „Sie haben sich sehr gut präsentiert.“

Dreifach stand Laura Kienapfel im B-Finale um die Ränge neun bis 16. Ihr bestes Resultat schaffte sie als B-Zweite über 200 Meter Brust mit dem neuen Hausrekord von 2:29,61 Minuten. Über den Vorlauf (2:30,50) verbesserte sie sich um 3,09 Sekunden. Zuvor hatte die 17-Jährige über die Hälfte der Distanz im Vorausscheid (1:10,23) und Finale (1:10,14/7.) zweifach ihre bisherigen 1:10,94 pulverisiert und im Sprint über 50 m (3.) eine weitere Duftmarke gesetzt.

Emilia Wandel „wandelte“ von einem C-Endlauf in den anderen. Bei fünf Starts erreichte sie das mit samt und sonders persönlichen Bestleistungen in vier Disziplinen. Über 400 m Lagen steigerte sie sich von 5:00,35 über 4:58,27 als C-Erste sogar auf 4:53,72! Bei den Herren schaffte es Irmer zweifach auf C-Rang sieben über 100 m Brust und Lagen. Neumann war auf den 200 m Brust C-Sechster (2:20,61).

Katherina Rösler und Jan Gräfe werfen den „Turbo“ an

Die Deutschen Para-Kurzbahn-Meisterschaften in Remscheid waren für Rostocks Schwimmer/innen eine Reise wert. Mit Edelmetall en gros sowie deutschen Rekorden kehrten die Schützlinge von Landestrainer André Wilde nach Hause zurück.

Für die nationalen Bestleistungen auf der 25-Meter-Bahn sorgten in der Klasse 7 Katherina Rösler vom Hanse-Schwimmverein (HSV) über 50 Meter Brust und 200 m Lagen sowie Jan Gräfe vom SC Empor 2000 (SB9) über 50, 100 und 200 m Brust. In letzterer Disziplin steigerte sich der Oldie von 2:43,06 auf 2:37,51 Minuten. Gräfe holte sich nicht nur die sieben Masters-Titel, sondern stand in der offenen Klasse neben den Brust-Rennen auch für die 200/400 m Freistil auf dem Podest. Mit Blick auf die Paralympics 2020 tankte der 46-Jährige sichtlich Selbstvertrauen. Nun gilt es, den Speed von der kurzen auf die lange Bahn zu übertragen.

Denise Grahl (HSV) stellte über 100 m Freistil mit 1:12,61 min eine neue Bestleistung auf, während sie im 50-m-Sprint den Hausrekord (33,45 s) um sechs Hundertstel verfehlte. Nach der 1000-Punkte-Tabelle bedeutet das für die Schnellste der S7 aber „nur“ die Ränge zwei und drei.

Einen sehr guten Eindruck hinterließen die vom MFZK Schwerin an das Landesleistungszentrum Rostock delegierten Nils Hutschreuther (B-Jugend), Leon Bernarndt (C) und Sammy Tröh (A). An der Seite der bereits international eingesetzten Neele Labudda (A) dominierten speziell Hutschreuther und Bernarndt ihre Altersklassen.