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Basketball Play-offs Gefühlt war mehr drin für die Seawolves

Von André Gericke | 12.04.2019, 23:59 Uhr

74:84 bei den Hamburg Towers in Spiel drei – jetzt kämpfen die Wölfe am Montag um den erneuten Ausgleich in der Serie.

Mit 74:84 (15:31, 26:15, 17:12, 16:26) verloren die Rostock Seawolves am Freitag Spiel drei des Play-off-Viertelfinales der 2. Basketball-Bundesliga ProA in Wilhelmsburg bei den Hamburg Towers und liegen nun in der Serie mit 1:2 in Rückstand. Am Montag (19.30 Uhr Stadthalle) müssen sie zu Hause Spiel vier gewinnen, um eine entscheidende fünfte Partie bei den Towers zu erzwingen.

Die Hamburger drückten von Beginn an auf das Tempo und waren vor allem von jenseits der Dreier-Linie treffsicher. Sieben von acht Versuchen schossen sie durch die Reuse – 31:13. Rostock hatte zunächst enorme Probleme in der Verteidigung. „Wir haben die Towers in der Anfangsphase zu leicht ins Spiel kommen lassen. Vor allem mit ihren Dreiern, die wir aber auch nicht gut verteidigten, haben sie uns wehgetan“, so Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der Seawolves. Am Ende hatten die Hamburger zwölf Dreier verwandelt, Rostock nur deren vier.

Im zweiten Durchgang wurde in der Abwehr besser zugepackt, offensiv zeigten die Gäste mehr Team-Basketball, suchten den freien Mann. Dementsprechend verkürzten sie stetig den Rückstand. Beim 32:41 war er erstmals wieder einstellig. Zur Pause hatten die Gäste von den 18 Punkten schon 13 wieder aufgeholt – 41:46.

Mit einem 9:2-Lauf startete Rostock in die zweiten Hälfte und lag beim 50:48 durch einen Korbleger von Terrell Harris sowie einen verwandelten Bonus-Freiwurf erstmals in dieser Partie in Führung. „Wir haben es da nicht geschafft, das Momentum für uns zu nutzen. Gefühlt war heute mehr drin“, so Hakanowitz.

Mit 58:58 ging es in die letzte Pause. Im Schlussdurchgang leisteten sich die Seawolves gerade zu Beginn zu viele einfache Ballverluste – 64:58. Dann wollten sie mit Dreiern antworten, trafen jedoch nicht aus der Distanz. Die Hausherren setzten sich weiter ab und führten beim 73:62 wieder zweistellig.

„Das hat uns letztlich dann das Spiel gekostet. Schade, aber jetzt geht die Serie wieder nach Rostock. Da geht es darum, dass wir noch einmal nach Hamburg zurückkommen“, sagte Hakanowitz.

Seawolves: Hicks 21 Punkte, Harris12, Anzuluni 8, Jost 2, Clay 8, Bogdanov 7, Cardenas, Talbert 1, Alte 12, Bryant 3, Teucher, Frazier