Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Warnemünde "Sedov" mit großem Salut verabschiedet

Von Maria Pistor | 28.05.2012, 07:17 Uhr

Sobald die Viermastbark "Sedov" in Warnemünde festmacht, kommen die Bewunderer des Traditionsseglers in Scharen zur Besichtigung.

Um die 5000 Leute waren am Pfingstwochenende zu Gast an Bord. Zu den ehrenamtlichen Helfern gehört Hans-Dietmar Hoffmüller. "Hoffi", wie er von fast allen an Bord genannt wird, hat fast 15 Führungen täglich übernommen. Er ist der Vorsitzende des Vereins 100 Jahre Königslinie Sassnitz-Trelleborg. Die Besucher hatten unzählige Fragen an ihn und die anderen Ansprechpartner an Bord. "Sie wollen wissen, wie das Schiff und der Alltag auf dem Schiff funktionieren. Außerdem interessiert sie die Historie des Segelschiffs", sagt Hoffmüller. Er selbst segelt den Törn von Bremerhaven bis Brest mit.

Hoffmüller mag den Umgang aller an Bord. "Wenn man hier einmal mit der Stammmannschaft Freundschaft geschlossen hat, dann hat man Freunde für immer, das ist bei den Russen so", sagt Hoffmüller. Er wird nicht müde, immer und immer wieder die gleichen Fragen der Gäste zu beantworten. Das macht er gern.

Zu den vielen Besuchern, die zum Open Ship und Jazz am Sonntag gekommen sind, gehörten Jana Metag und Jan Elmenhorst aus Rostock. "Es hat uns interessiert, das Schiff selbst zu besichtigen", sagt die 26-Jährige. So ging es vielen.

Auch Kapitän Nikolay Zorchenko hat sich über den Besuch der vielen interessierten Gäste gefreut. "Wir sind ja jetzt auf Weltreise und dadurch eine Weile nicht mehr in Warnemünde", sagt der Kapitän, der auch schon voller Spannung auf die Weltumseglung ist. Für die verschiedenen Stationen gibt es immer Mitsegler. Der Törn um Kap Hoorn ist bereits ausgebucht.

Das Spektakel der Abreise wurde von Schaulustigen begleitet. Die "Sedov" ist von einem Feuerlöschboot und Salut-Schüssen der Schützengesellschaft Concordia verabschiedet worden, als sie Richtung Göteborg ausgelaufen ist. An Bord war eine Flasche Rostocker Pils mit einer Botschaft von Rostocks Oberbürgermeister. Sie soll in den Atlantik.