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Spatenstich Segel setzen auf der Holzhalbinsel

Von Redaktion svz.de | 27.06.2015, 10:00 Uhr

180 Wohnungen entstehen in fünf Gebäuden. Baustart ist im Juli und Einzüge sind für 2018 geplant

„Ich kenne keinen besseren Blick in Rostock“, sagt Ralf Zimlich und schaut über die Holzhalbinsel. Die Wiro, deren Geschäftsführer Zimlich ist, will dort, wo erst 1912/1913 Land aufgeschüttet wurde, ein neues Wohnviertel entstehen lassen – das Insel-Quartier.

Gestern setzte das kommunale Wohnungsunternehmen den ersten Spatenstich und hisste die Segel. „Ein Zeichen für den Aufbruch auf dem Mietwohnungsmarkt“, sagte Zimlich. Ursprünglich sollte dort ein Hotel entstehen, später Eigentumswohnungen. Die Wiro richtete den Kurs auf Mietwohnungen. Die sind gefragt – gerade mit Wasserblick. Drei Würfelhäuser, ein Turm mit acht Etagen und ein u-förmiges Ensemble entstehen. Sie werden 180 Wohnungen mit 55 bis 135 Quadratmetern beherbergen. Das Architektur-Büro NPS Tchoban Voss plant sie. 2013 errangen die Hamburger bei einem Wettbewerb den ersten Preis. Sie haben graubraunen Klinker gewählt, „passend für die Stadt“, sagt Projektleiter Bernd Borgolte, auch in Anbetracht der Nähe zum Silo und der Kirche. Ein Bau am Wasser bei steifer Brise müsse geerdet wirken, sagt Geschäftsführer Ekkehard Voss. Der Bau stellt sich in den Wind. Die Architekten brechen rechte Winkel auf, schaffen eine wellenförmige Dachlandschaft.

Die Grundrisse der Wohnungen werden unterschiedlich: von zwei Räumen mit 55 bis 75 Quadratmetern bis zu vier mit 135 Quadratmetern. Senioren, Familien, Jüngere sollen gleichermaßen angesprochen sein. Es wird offene oder geschlossene Küchen geben, extra WCs, Loggien mit Sichtschutz und verschiebbaren Glaselementen, Aufzüge, Vinylbelag oder Parkett. Kleines Markenzeichen: Auf die Balkonscheiben wird Strandhafer gedruckt.

Der Bau startet im Juli. Die ersten Mieter sollen im Frühjahr 2018 einziehen. „Das Neubauprojekt ist landesweit das größte seiner Art“, erklärt Zimlich, und das teuerste für die Wiro. 52 Millionen investiert sie. „Die Wiro kann solche Projekte stemmen“, sagt Zimlich nicht ohne Stolz. Sie stehe auf einem soliden Fundament. Für die Holzhalbinsel muss das noch geschaffen werden. Schließlich soll darunter eine Tiefgarage entstehen. Zehn Meter tief wird dafür gegründet und das kostet. Die Infrastruktur stimmt aber schon mal. „Die Holzhalbinsel hat einen sehr eigenständigen Charakter“, sagt Zimlich. Cafés, Restaurants, Einkaufsmärkte sind schon da.