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Langenort Segel und Masten zieren den Garten

Von Jenny Pfeifer | 01.04.2011, 09:25 Uhr

Die ersten Vorbereitungen haben begonnen.

Damit Familie Schwarze/Wiencke aus Langenort ihren Traumgarten bekommt, den sie bei der NNN-Aktion "Einsatz in vier Hecken" gewonnen hat, machen sich die Gartenplaner und -gestalter Matthias Welke und Birgit Schrenk ans Werk. "Bevor wir Ideen sammeln, wird der ganze Garten vermessen", sagt Schrenk. Da Familienoberhaupt Steffen Schwarze bereits einen Grundstücksplan, Unterlagen zu der Regen- und Sanitärentwässerung sowie zu Strom- und Gasleitungen vorbereitet hat, ist die Arbeit der Gartenplaner schnell getan. "Da brauchen wir gar nicht mehr so viel messen", sagt Welke.

Über die Vorgaben der Familie freut sich Planerin Schrenk: "Das wird spannend und ist eine ganz schöne Herausforderung." Denn die Kinder Josephine (10) und Jelle (8) wünschen sich eine Freundehütte auf einem Baumstumpf. "Ohne die geht es nicht: Bei allen anderen Umgestaltungen sind wir aber für Vorschläge von den Planern offen", sagt Steffen Schwarze. Da er mit seinem Segler "Albert Johannes" in Holland in der Werft war, hat er erst von der NNN-Aktion erfahren, als die Familie ins Finale gewählt wurde. Oma Christel hatte sich zusammen mit ihren Enkeln nämlich heimlich bei den NNN beworben.

Dass Schwarze die Gartenarbeit nun aus den Händen geben kann, kommt dem Familienvater sehr gelegen. So kann er sich auf die Arbeit auf seinem Dreimaster konzentrieren. Um Elemente seiner maritimen Leidenschaft in den Garten einfließen zu lassen, hat der Seefahrer alte Masten, einen Satz Segel und ein abgebrochenes Seitenschwert von einem Flachbodenschiff im Garten liegen. "Ich hatte mir gedacht, dass das Seitenschwert als Tisch oder Stütze für einen Briefkasten verwendet werden könnte", meint er. Bei dem Gedanken bekommt Planerin Schrenk große Augen: "Dadurch wird der Garten erst richtig einzigartig. So etwas gibt es sonst nirgendwo zu sehen." Sie denkt daran, das hölzerne Schiffsutensil ein Stück in den Boden einzulassen.

Mutter Isrun Wiencke wünscht sich dagegen eher etwas Praktisches. Hinter dem Haus möchte sie gern einen Platz für ihre Wäsche haben. Auch eine Terrasse gibt es bei dem 2007 erbauten Haus noch nicht. "Dafür wäre uns wichtig, dass wir einen behindertengerechten Zugang vom Haus aus und vom Garten aus bekommen könnten", meint Vater Schwarze, da er in seinem Bekanntenkreis zwei Rollstuhlfahrer hat.

Probleme bereitet der Familie außerdem noch ein großer Baum hinter dem Haus. Weil er nicht mehr ganz gesund zu sein scheint, halten sie es für das Beste, ihn zu fällen. "Dafür braucht man aber eine Genehmigung", gibt Gartengestalter Welke zu bedenken. Wenn der Baum jedoch eine Gefahr für das Umfeld darstellt, sei die ohne Weiteres zu bekommen. In den nächsten Tagen wollen die Planer das Vorhaben in die Hand nehmen und einen konkreten Plan ausarbeiten. "Ich präsentiere der Familie drei Vorschläge. Sie können sich dann einen davon aussuchen oder eine Kombination daraus wählen", sagt Schrenk.