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Brandstiftung nicht ausgeschlossen Segeljacht „Poseidon“ brennt im Rostocker Stadthafen

Von Steffen Grafe | 25.07.2015, 09:13 Uhr

In der Nacht zu Samstag ist aus noch ungeklärter Ursache ein an der Silohalbinsel vertäutes Segelboot in Brand geraten.

Gegen 1:45 Uhr wurde die Feuerwehr und Polizei alarmiert, weil in dem Hafenbecken zwischen Silohalbinsel und Holzhalbinsel ein Schiff brenne. Als die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwachen 1 sowie der Freiwilligen Feuerwehr Stadt-Mitte kurze Zeit später am neuen AIDA-Gebäude eintrafen, stand das etwas sechs Meter lange Segelboot „Poseidon“ schon völlig in Flammen. Sofort nahmen die Brandbekämpfer ein Rohr unter Atemschutz vor, um die Flammen zu ersticken. Dabei versuchen die Einsatzkräfte schnell ins Innere des Bootes vorzudringen, weil nicht sofort klar war, ob sich nicht vielleicht Personen an Bord befinden, die in der Kajüte übernachten. Es stellte sich aber schnell heraus, dass diese leer war. Durch den schnellen Löscherfolg konnte ein Kentern oder gar Sinken der in Rostock beheimateten Segeljacht verhindert werden.

Die Ursache für den Brand ist bisher noch unklar. Brandstiftung kann aber nicht ausgeschlossen werden. Zeugen hatten berichtet, dass sich mindestens ein männlicher Jugendlicher vom Tatort entfernt haben sollen. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei auch eine entsprechende männliche Person im Bereich des Dierkower Damm feststellen. Wie Polizeiführer Torsten Sprotte bestätigte, habe man einen polizeibekannten Jugendlichen in Brandortnähe überprüft. „Ein Tatverdacht im Zusammenhang mit dem Brand besteht aber derzeit nicht“, betonte Sprotte ausdrücklich.