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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rudern MV mit „sehr guter Performance“ bei Kaderüberprüfung

Von Peter Richter | 01.12.2019, 21:26 Uhr

Hannes Ocik, Max John, Christin Stöhner und Simon Klüter sind ebenso auf Kurs wie die drei hiesigen U23-Mädchen.

Die Top-Leute aus dem Riemenbereich des Deutschen Ruderverbandes, so auch der für die Schweriner RG von 1874/75 startende Rostocker Hannes Ocik, konnten sich bei der Kaderüberprüfung in Dortmund den 2000-Meter-Ergometer-Test „sparen“. Gestern auf der Sechs-Kilometer-Langstrecke wurde der Schlagmann des Deutschland-Achters im Zweier ohne Steuermann gemeinsam mit Christopher Reinhardt (Dorsten) sehr guter Dritter. Der potenzielle Nachrücker Max John vom ORC Rostock bestätigte mit 5:59 Minuten seinen guten Ergo-Wert. „Damit war er auf seiner Seite (Steuerbord – d. Red.) der Beste“, sagte Olympiastützpunkt-MV-Trainer René Burmeister. Schade, dass Max’ Zweier-Partner Theis Hagemeister (München) krank wurde.

Christin Stöhner (ORC) zeigte mit 6:49,1 „als Fünftbeste im weiblichen Riemenbereich eine sehr gute Ergo-Performance“. Sie selbst meinte: „Gerade jetzt, wo ich nicht ganz soviel trainieren konnte wie die letzten Jahre, ist das eine gute Zeit.“ Platz 32 auf dem Wasser höre sich, so Burmeister, „ein bisschen schlimm an“, aber immerhin habe die 22-Jährige mit der Potsdamerin Anna Härtl eine der „gesetzten“ Athletinnen aus dem Nationalteam hinter sich gelassen.*

Die in die U 23 aufgestiegenen Tori Schwerin (ORC), Noreen Junges (Stralsund) und Maike Böttcher (Greifswald) „haben sich gut verkauft. Vor allem Tori und Noreen hatten ihre verständliche Nervosität gut im Griff. Sehr gut waren die 7:12 von Tori auf dem Ergometer trotz ihrer Handgelenksverletzung – 7:20 sollte sie schaffen. Auf dem Wasser habe ich sie vorsichtshalber abgemeldet. Sie hatte Schmerzen“, erklärte der Coach.

„Leichtgewicht“ Simon Klüter (Mannheim/ORC) war „auf der besten Langstrecke, die ich bisher von ihm sah“ (René Burmeister), Viertbester im A-Bereich. Damit liegt er auf Kurs WM, ist für nächstes Wochenende zum Doppelvierer-Lehrgang nach Würzburg eingeladen.

* Bei den Riemen-Frauen wurde im Einer, nicht im Zweier gestartet.

Marie-Louise Dräger musste verzichten

Nicht teilnehmen konnten Leichtgewichts-Skullerin Marie-Louise Dräger („Leider hat eine Erkältung mich ausgebremst“) und U23-Riemen-Ruderer Benjamin Leibelt. „Er“, so Trainer René Burmeister, „macht derzeit ein Praktikum am Dortmunder Bahnhof und musste arbeiten.“