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Shorttrack Adrian Lüdtke „kann endlich die Rennen mitgestalten“

Von Peter Richter | 14.10.2019, 16:10 Uhr

Der Rostocker vom ESV Turbine läuft beim Invitation Cup in Heerenveen auch über die 500 Meter persönliche Bestzeit.

„Die Saison startet so, wie man sich das vorstellt“, konstatiert die Nummer eins des deutschen Shorttrack, Adrian Lüdtke vom ESV Turbine, und gewährt Einblicke: „Das Sommertraining schlug sehr gut an, und ich stieg mit der Leistung vom letzten Jahr und besser ein. Das gibt einem natürlich ein gutes Selbstbewusstsein für die Wettkämpfe, und ich bin endlich auf dem Level, mit den Top-Leuten auch zu racen. Bedeutet: Ich kann die Rennen mitgestalten und somit das Taktieren lernen. Mal sehen, was ich diese Saison noch so reißen kann.“

Gleich beim Deutschland-Cup I in Dresden gelang Lüdtke mit 2:11,065 Minuten eine neue Bestzeit über die 1500 Meter.

Am Wochenende beim Invitation Cup im niederländischen Heerenveen lief er auch die 500 m so schnell wie nie zuvor: Als Sieger im B-Finale (Gesamt-Sechster) lag er in 42,002 Sekunden haarscharf vor dem Franzosen Dmitry Migunov (42,004).

Auf den 1500 m musste sich der 20-Jährige diesmal mit Rang zwölf (Vierter im B-Finale) begnügen.

Darüber hinaus kam der in die „Division A“ eingestufte Rostocker in beiden Staffeln zum Einsatz.

Das deutsche Männer-Quartett mit Lüdtke sowie Yanghun Ben Jung, Christoph Schubert (beide Dresden) und Leon Kaufmann-Ludwig (München) wurde über 5000 Meter Fünfter und Letzter des A-Finales – hinter den Teams Niederlande A, B und C. Was noch bedenklicher wird angesichts der Tatsache, dass beim Vierten, einer gemischten Staffel, auch noch Holländer vertreten waren.

Im neuen Format „Mixed Gender“ über 2000 m war Germany A noch chancenloser. Lüdtke, Schubert sowie die Dresdnerinnen Anna Seidel (Zweite 1500 m) und Gina Jacobs waren zwar siegreich, aber nur im C-Finale (insgesamt Platz neun).

„Mixed sind wir bisher erst ein- oder zweimal gelaufen. Wir müssen viel arbeiten, um den Ablauf einer solchen Staffel zu automatisieren“, so Adrian Lüdtke. „Overall war Stuart (Bundestrainer Horsepool – d. Red.) aber zufrieden mit unserer Performance bei diesem ersten internationalen Wettkampf.“