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Unbekannte verstecken 400 Nägel auf Spielplatz Skrupellose Tat schockt Rostock

Von Dana Bethkenhagen | 20.05.2012, 08:12 Uhr

Tückische Falle auf Spielplatz: Mütter und Väter im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen sind fassungslos. Auf einem Spielplatz haben Unbekannte 400 Nägel im Sand versteckt. Besucher der Spielstätte haben sie gefunden.

Die Bewohner von Lichtenhagen sind entsetzt und wütend: Auf einem Kinderspielplatz inmitten einer Wohnsiedlung haben Unbekannte zirka 400 Nägel im Sand versteckt. Besucher entdeckten die spitzen Gegenstände, noch bevor sich ein Kind daran verletzen konnte. Wie die Polizei mitteilte, sperrte das Tief- und Hafenbauamt der Stadt das Spielgelände in der Sternberger Straße bis auf Weiteres ab.

Die 3,5 Zentimeter langen Nägel wurden bereits am Freitagabend vor der Rutsche und den anderen Spielgeräten entdeckt. Helga Stübe kann von ihrer Wohnung aus direkt auf den Spielplatz schauen, bemerkte aber erst, dass etwas nicht stimmt, als das Areal bereits abgesperrt war. Die 76-Jährige sagt: "Das ist eine absolute Schweinerei. Ich kriege mich gar nicht mehr ein, so sehr regt mich das Ganze auf." Die Rentnerin beobachtet täglich, wie viele Kinder aus der Nachbarschaft an diesen Ort kommen, um zu spielen. Auch Tagesmuttis würden die grüne Oase im Hof nutzen, um mit ihren Schützlingen die frische Luft zu genießen. "Es ist kaum auszumalen, was alles hätte passieren können", sagt Stübe. Auch die Polizei weist auf die große Gefahr hin, die von den Nägeln ausgeht. Hätten Kinder die Spielgeräte benutzt und wären auf die senkrecht stehenden Nägel gesprungen, wären schwere Verletzungen unausweichlich gewesen. Die Beamten des Reviers in Lichtenhagen haben nun eine Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen unbekannt aufgenommen. "Ich hoffe, sie finden die Täter schnell", sagt Stübe.

Auch Daniela und Frank Kalla sind schockiert. Das Ehepaar aus Lichtenhagen hat einen einjährigen Sohn. "Das wäre der Horror, wenn dem Kleinen etwas beim Spielen passiert", sagt de 37-jährige Mutter. Um ihre Enkel sorgt sich nun auch Erika Ahrens. Die 72-Jährige findet, "die Welt ist verrückt geworden". Philipp Seedtke, der in einer Schule in Lichtenhagen arbeitet, kann kaum fassen, dass jemand so eine Tat begeht. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer Hinweise zur Tat geben kann, soll sich melden. Kontakt: 038208 / 888 22 22, jede Polizeidienststelle oder Internetwache: www.polizei.mvnet.de