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Ferienjob So viel darf gearbeitet werden

Von Redaktion svz.de | 24.07.2018, 05:00 Uhr

Vorsitzender des Steuerberaterverbandes erklärt, worauf Schüler und ihre Eltern achten müssen.

Viele Schüler nutzen die Sommerferien, um ihre Urlaubskasse mit einem Ferienjob etwas aufzubessern. Doch wie ist das eigentlich steuerlich? Arbeiten die Kids auch dem Fiskus in die Tasche? Voraussetzung, dass Schüler einen „Vollzeit“-Ferienjob annehmen dürfen, ist, dass sie mindestens 15 Jahre alt sind. Sie dürfen dann anfangs maximal vier Wochen im Kalenderjahr zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends jobben. Erlaubt sind 40 Stunden pro Woche, maximal acht Stunden täglich. Für Jugendliche, die bereits einen Schulabschluss besitzen, und volljährige Schüler seien die Regelungen weniger streng, so Torsten Lüth, Vorsitzender des Steuerberaterverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Generell gilt: Schüler, die nur einem kurzfristigen Ferienjob nachgehen wollen, unterliegen grundsätzlich keiner Verdienstobergrenze. „Kurzfristig“ heißt, dass die Beschäftigung von vornherein auf maximal drei Monate beziehungsweise 70 Arbeitstage befristet ist. Überschreitet das Arbeitsentgelt 450 Euro, darf keine berufsmäßige Beschäftigung vorliegen.

Die Beschäftigung in den Ferien ist sozialversicherungsfrei. „Bei einem Monatsentgelt von über 1000 Euro entsteht zumeist Lohnsteuer, die vom Arbeitslohn einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird. Diese Steuerbeträge können in der Regel im Zuge der Jahressteuererklärung ohne weiteres zurückgefordert werden“, so Torsten Lüth.

Hinweis: Bei weiteren Fragen rund um das Thema „Ferienjobs und steuerliche Folgen“, kann der Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. unter: www.steuerberater-suchservice.de. genutzt werden.