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Tom Weilandt steht vor seinem Debüt in der Start-Elf „Spannend, was dabei herauskommt“

Von André Gericke | 15.09.2011, 08:07 Uhr

Als klarer Außenseiter geht der FC Hansa am Freitag um 18 Uhr in das Duell bei Eintracht Frankfurt. „Der Druck aus dem Verein, seinem Umfeld und von den Fans ist sehr groß“, sagt Rostocks Neuzugang Dominic Peitz.

Als klarer Außenseiter geht der FC Hansa am Freitag um 18 Uhr am 8. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga in das Duell bei Eintracht Frankfurt. "Ich denke, dass Frankfurt eine ähnliche Rolle spielen kann wie Hertha BSC Berlin in der vergangenen Saison. Doch es wird nicht einfach. Die Mannschaft muss bereit sein, den Weg zu gehen. Der Druck aus dem Verein, seinem Umfeld und von den Fans ist sehr groß", sagt Rostocks "Last Minute"-Neuzugang Dominic Peitz.

Auf den defensiven Mittelfeldmann, der in der Vorwoche beim 0:0 gegen Braunschweig sein Debüt im Trikot des FCH feierte, kommt heute in der Commerzbank-Arena eine Menge Arbeit zu. Eine erstliga-erfahrene und mit Nationalspielern gespickte Elf wird mit knapp 40 000 Zuschauern im Rücken dem Aufsteiger alles abverlangen. "Hansa hat gegen Duisburg und Bochum, die beide obwohl sie aktuell in der Tabelle hinten stehen gute Truppen haben, gezeigt, dass die Mannschaft auch solche Gegner bespielen und dominieren kann. Ich denke, dass sie das auch in Frankfurt kann und machen wird. Spannend ist nur, was dabei herauskommt", erklärt der 27-Jährige, dem noch etwas der Rhythmus fehlt: "Wenn man die gesamten 90 Minuten betrachtet, war es gegen Braunschweig für den Anfang in Ordnung. Aber ich kann mich noch steigern. Ich brauche sicher noch drei, vier Partien, um wieder richtig reinzukommen." Einsätze, die Trainer Peter Vollmann dem "Sechser" sicherlich geben wird.

Die Defensive (nur sechs Gegentreffer in sieben Partien, davon viermal zu null) ist nicht das Problem der Ostseestädter. Vielmehr macht ihnen die Ladehemmung im Offensivbereich zu schaffen. Daher denkt der Fußball-Lehrer auch über einige personenbezogene Wechsel nach. Die taktische Formation soll die gleiche bleiben. "Defensiv hat es gegen Braunschweig sehr gut geklappt. Darauf wird es auch in Frankfurt ankommen. Deshalb müssen wir aufpassen, falls wir Umstellungen vornehmen, dass wir uns nicht selbst andere Probleme aufmachen. In Cottbus segelten zum Beispiel 23 Frankfurter Flanken in den Strafraum", so Peter Vollmann, der am Mittwoch nach dem Training eine interne Sitzung mit den Offensivkräften abhielt. "Dabei haben wir noch einmal gesagt, was wir von ihnen jetzt erwarten", verriet der Coach.

Ein kleines Sonderlob erhielt Youngster Tom Weilandt, der zuletzt immer längere Einsatzzeiten bekam. Vielleicht rutscht der talentierte Mittelfeldmann in Frankfurt/Main schon in die Start-Elf. "Das ist eine Überlegung. Er kann mit Technik und Geschmeidigkeit den Ball behaupten sowie auch mal zwei Gegner ausspielen. Dann könnte beispielsweise ,Mo’ Lartey noch etwas weiter nach vorne rücken", erzählt Vollmann, der durch die Rückkehr von Innenverteidiger Matthias Holst wieder mehr Alternativen hat. So könnte Kevin Pannewitz auf die "Sechs" vorrücken, während Timo Perthel frei für einen Einsatz auf den Flügeln wäre.

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Mögliche Start-Elf:
K. Müller – Schyrba, Holst, Wiemann, Pelzer – Peitz, Pannewitz – Jänicke, Perthel – Lartey (Weilandt) – Semmer (Lartey)
Schiedsrichter: Das Spiel steht unter der Leitung von Schiedsrichter Florian Steuer (Menden). Die Assistenten des 31-Jährigen sind Detlef Scheppe (Wenden) und Marc Frömel (Ibbenbüren). Der vierte Offizielle ist Sascha Stegemann (Niederkassel).

Einzeltraining: Pavel Koštál (Entzündung im Fuß) geht es immer besser. Der tschechische Innenverteidiger absolviert derzeit ein Aufbauprogramm und verspürt dabei kaum noch Schmerzen. Der 30- Jährige wird sein Einzeltraining über das Wochenende hinweg intensivieren und soll am Montag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.
Hoffnungsschimmer: Einen kleinen Hoffnungsschimmer auf eine baldige Rückkehr gibt es bei Offensivmann Marek Mintál. Die Heilung der Adduktoren- und Bauchmuskelverletzung des 34-Jährigen macht laut Hansa-Coach Peter Vollmann große Fortschritte. Er soll am Montag wieder mit dem Team trainieren. „Es besteht sogar eine kleine Chance, dass er im nächsten Heimspiel gegen den Karlsruher SC zum Einsatz kommen könnte“, so Vollmann.